Einleitung
Immundefekt – Infektanfälligkeit (Immundefizienz)

Bei der Immundefizienz (Synonyme: Immundefekt, Defektimmunopathie; Infektanfälligkeit; Immunschwäche; Abwehrschwäche; ICD-10-GM D84.9: Immundefekt, nicht näher bezeichnet) handelt es sich um eine Störung der physiologischen Immunität, d. h. bei immunogenen Reizen ist die Antwort des Organismus inadäquat.
Menschen, die unter einer Immunschwäche leiden, sind häufiger als normal anfällig für Infekte sowie Infektionskrankheiten.

Man kann angeborene (primäre) von erworbenen (sekundäre) Formen der Immundefizienz unterscheiden (s. u. "Ursachen").

Abzugrenzen ist zudem die physiologische Infektanfälligkeit von der pathologischen Infektanfälligkeit. Die Unterscheidung ist von grundsätzlicher Bedeutung: die physiologische Infektanfälligkeit Bedarf im Regelfall keiner speziellen Labordiagnostik und keiner spezifischen Therapie, während sich hinter einer pathologischen Infektanfälligkeit durchaus ein angeborener oder erworbener Immundefekt verbergen kann.

Häufigkeitsgipfel: Eine Immundefizienz ist besonders oft bei Kleinkindern und Kindern zu beobachten.

Verlauf und Prognose: Es bedarf einer umfangreichen Diagnostik, um die Ursache bzw. Ursachen der Immundefizienz zu finden. Gelingt es, den Immundefekt einzuordnen, ist eine Abschätzung möglich, für welche Infektionen ein erhöhtes Risiko besteht. So kann durch entsprechende Maßnahmen wie dem Einsatz von Medikamenten vorgebeugt werden.
Ist die Infektanfälligkeit krankheitsbedingt (z. B. im Rahmen einer Leukämie oder HIV-Infektion), steht die Therapie der Grunderkrankung im Vordergrund.

Leitlinien

  1. S2k-Leitlinie: Diagnostik auf Vorliegen eines primären Immundefektes (PID). (AWMF-Registernummer: 112 - 001), Oktober 2017 Kurzfassung Langfassung

     
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