Einleitung
Lymphknotenvergrößerung (Lymphadenopathie)

Als Lymphknotenvergrößerung (Synonyme: Adenopathie; Axillalymphknotenschwellung; Generalisierte Adenopathie; Generalisierte Lymphadenopathie; Generalisierte Lymphknotenhyperplasie; Generalisierte Lymphknotenhypertrophie; Generalisierte Lymphknotenschwellung; Generalisierte Lymphknotenvergrößerung; Halslymphknotenschwellung; Hyperplasie von Halslymphknoten; Hypertrophie von Hiluslymphknoten; Inguinale Adenopathie; Konstitutioneller Status lymphaticus; Leistendrüsenschwellung; Lokalisierte Adenopathie; Lokalisierte Lymphadenopathie; Lokalisierte Lymphknotenhyperplasie; Lokalisierte Lymphknotenhypertrophie; Lokalisierte Lymphknotenschwellung; Lokalisierte Lymphknotenvergrößerung; Lymphadenie; Lymphadenopathie; Lymphadenose; Lymphdrüsenkatarrh; Lymphknotenhyperplasie; Lymphknotenhypertrophie; Mediastinale Adenopathie; Mesenteriale Adenopathie; Tracheobronchiale Adenopathie; Zervikaldrüsenschwellung; ICD-10-GM R59: Lymphknotenvergrößerung) bezeichnet man ein Vergrößerung eines oder mehrerer Lymphknoten, die sich mittels der Palpation (Abtasten) feststellen lassen. Im menschlichen Körper gibt es ca. 600 Lymphknoten.

Die Lymphknotenvergrößerung kann Symptom vieler verschiedener Erkrankungen sein.

Man kann folgende Formen unterscheiden:

  • Infektionen – sogenannte Lymphadenitis (ICD-10-GM I88: unspezifische Lymphadenitis)
  • immunologische Erkrankungen
  • maligne (bösartige) Neoplasien (Neubildungen)

Nach der Ausbreitung kann die Lymphknotenschwellung eingeteilt werden in:

  • lokale Lymphknotenvergrößerung
  • regionäre Lymphknotenvergrößerung
  • generalisierte Lymphknotenvergrößerung

Nach dem Verlauf kann die Lymphknotenschwellung ebenfalls eingeteilt werden in:

  • akute Lymphknotenschwellung
  • chronische Lymphknotenschwellung

Eine Lymphknotenschwellung bzw. -vergrößerung kann Symptom vieler Erkrankungen sein (siehe unter "Differentialdiagnosen").

Verlauf und Prognose: Nicht jeder tastbare Lymphknoten ist pathologisch (krankhaft). Falls sich eine unklare Lymphknotenschwellung nicht nach zwei bis drei Wochen zurückbildet, sollte eine Lymphknotenbiopsie (Entnahme von Gewebe des vergrößerten Lymphknotens) mit anschließender histologischer Untersuchung durchgeführt werden. Ebenso sollte eine Lymphknotenbiopsie durchgeführt werden, wenn der Befund nur einseitig ist (z. B. nur in der rechten Achselhöhle, nicht aber in der linken) oder wenn weitere Beschwerden hinzukommen, wie z. B. Gewichtsverlust, Fieber und vermehrtes nächtliches Schwitzen (Nachtschweiß).
Bei Patienten, die jünger als 30 Jahre sind, sind Lymphknotenvergrößerungen meist benigner (gutartiger) Herkunft; bei denen, die älter als 50 Jahre sind, liegt in der Mehrzahl der Fälle eine maligne (bösartige) Erkrankung vor.

Leitlinien

  1. S1-Leitlinie: Lymphknotenvergrößerung. (AWMF-Registernummer: 025-020), Mai 2012 Langfassung

     
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