Operationen

Operationen (OPs) sind instrumentelle chirurgische Eingriffe am bzw. im Körper, die der Wiederherstellung oder Aufrechterhaltung der vielfältigen Funktionen des Körpers dienen. Krankhafte Veränderungen können beseitigt werden, die Lebensqualität verbessert, die Genesung des Körpers gefördert und die Gesundheit gestärkt werden. Bei bestimmten Erkrankungen ist die Operation Heilmethode der Wahl.
Neben dem Zweck der Therapie gibt es auch diagnostische Indikationen (Gründe) für eine Operation.

Damit der Betroffene während der Operation schmerzfrei ist, erfolgt der Eingriff unter Anästhesie (Zustand der Empfindungslosigkeit). Man unterscheidet zwischen einer Allgemeinanästhesie (Narkose bzw. Vollnarkose), die bei Operationen eingesetzt wird, die für den wachen Patienten nicht zumutbar sind, und einer Lokal- oder Regionalanästhesie (örtliche Betäubung bzw. Teilnarkose), durch die eine lokale Schmerzausschaltung erzielt wird, ohne dass das Bewusstsein des Patienten beeinträchtigt wird. Ein weiteres häufig angewendetes Anästhesieverfahren ist die Analgosedierung. Darunter versteht man eine medikamentöse Schmerzausschaltung (Analgesie) bei gleichzeitiger Beruhigung (Sedierung) bzw. Dämpfung des Bewusstseins ("schmerzfreier Dämmerschlaf"). Die Analgosedierung findet vor allem bei endoskopischen Untersuchungen wie Koloskopie (Darmspiegelung) und Gastroskopie (Magenspiegelung) im Rahmen der Diagnostik Verwendung.

Operationen können ambulant, das heißt ohne Krankenhausaufenthalt, oder stationär erfolgen.

Die operativen Fachgebiete unterteilen sich in:

  • Allgemeine Chirurgie (Allgemeinchirurgie)
  • Gefäßchirurgie
  • Herzchirurgie
  • Kinderchirurgie
  • Orthopädie und Unfallchirurgie (Traumatologie)
  • Plastische Chirurgie (Ästhetische Chirurgie)
  • Thoraxchirurgie
  • Viszeralchirurgie (Abdominalchirurgie)
  • Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie
  • Neurochirurgie

Weitere folgende medizinische Fachgebiete zählen zu den operativen Fächern:

  • Augenheilkunde
  • Gynäkologie und Geburtshilfe
  • Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde
  • Urologie

Häufig durchgeführte Operationen sind die männliche Zirkumzision (Beschneidung), die OP bei Katarakt (grauer Star), der Kaiserschnitt (Sectio caesarea), die Appendektomie (Entfernung des Blinddarms bei Appendicitis/Blinddarmentzündung), Eingriffe an Gelenken wie Hüfte, Knie oder Schulter sowie an Magen, Gallenblase oder Darm.

Jede Operation stellt ein Risiko dar, denn Komplikationen können nie hundertprozentig ausgeschlossen werden! Über mögliche Nebenwirkungen des Anästhetikums sowie Komplikationen und Folgeerkrankungen, die sich im Rahmen bzw. durch den Eingriff ergeben können, wird der Patient im Vorfeld sorgfältig aufgeklärt.

Letztlich hängt der Erfolg einer Operation auch von einer guten Vorbereitung und einer adäquaten Nachsorge ab.

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