Einleitung
Fieberkrampf

Beim Fieberkrampf (Fieberanfall; Konvulsionen bei Fieber;  ICD-10 R56.0: Fieberkrämpfe) handelt es sich um ein relativ häufiges Symptom bei Säuglingen und Kleinkindern.

Ein Fieberkrampf ist ein Krampfanfall, der durch Fieber ausgelöst wird.
Eine Infektion des zentralen Nervensystems liegt nicht vor.

Man kann einen einfachen von einem komplizierten Fieberkrampf unterscheiden:

  • Einfacher Fieberkrampf (70 %) ‒ generalisiert tonisch-klonischer Krampfanfall, der nicht länger als 15 Minuten dauert und in 24 Stunden nur in Mal auftritt
  • Komplizierter Fieberkrampf

Man weiß, dass Fieberkrämpfe in einer bestimmten Entwicklungsphase auftreten, in der das Gehirn mit Krampfanfällen auf Fieber/Fieberanstiege reagiert.

Ein Fieberkrampf kann Symptom vieler Erkrankungen sein (siehe unter "Differentialdiagnosen").

Geschlechterverhältnis: ausgeglichen.

Häufigkeitsgipfel: Das Maximum des Auftretens des Fieberkrampfes liegt zwischen dem ersten und dritten Lebensjahr, betreffen aber grundsätzlich Kinder zwischen dem sechsten Lebensmonat und dem fünften Lebensjahr.

Die Prävalenz (Krankheitshäufigkeit) liegt bei 3-5 % in Deutschland.

Verlauf und Prognose: Fieberkrämpfe können bei erneutem Fieber rezidivierend (wiederkehrend) auftreten.
Die Entwicklung des Kindes wird nicht beeinträchtigt.
Die Prognose ist sehr gut.


     
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