Aktuelles zur Coronavirus-Infektion
Einleitung
Pfeiffersches Drüsenfieber (Infektiöse Mononukleose)

Bei der Epstein-Barr-Virus-Infektion handelt es sich um eine Infektion mit einem Virus aus der Familie der Herpesviren. Man kennt die Erkrankung auch unter dem Namen infektiöse Mononukleose (IM) oder Pfeiffer´sches Drüsenfieber (Synonyme: EBV; EBV-Infektion; Epstein-Barr-Virus-Infektion; Infektiöse Mononukleose (Pfeiffersches Drüsenfieber); Kissing-Disease; Mononucleose; Monozytenangina; Pfeiffersches Drüsenfieber; Studentenkrankheit; ICD-10-GM B27.-: Infektiöse Mononukleose).

Das Epstein-Barr-Virus (EBV) ist ein behülltes, doppelsträngiges DNA-Virus (dsDNA). Es ist ein Gamma-Herpes-Virus und gehört zur Familie Herpesviridae.
Der Erreger ist ein lymphotropes Virus, welches nach einer Erstmanifestation lebenslang latent im Körper verbleibt.

Vorkommen: Das Virus ist weltweit verbreitet. Die Durchseuchung liegt im Erwachsenenalter bei bis zu 90 % (in Deutschland). In Entwicklungsländern liegt sie schon bei Kleinkindern bei fast 100 %.

Die Übertragung des Erregers (Infektionsweg) erfolgt vor allem durch Küssen über den Speichel, weshalb die Erkrankung auch häufig "kissing disease" genannt wird. Die Erreger können aber auch aerogen (Tröpfcheninfektion: durch erregerhaltige Tröpfchenkerne (Aerosole) in der ausgeatmeten Luft) übertragen werden sowie durch Schmierinfektion, über Bluttransfusionen oder Knochenmarktransplantationen. Fraglich ist die Übertragung durch Sexualkontakte.

Die Inkubationszeit (Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Erkrankung) beträgt in der Regel zwischen 1 bis 6 Wochen (meist 1-3 Wochen bis zu zwei Monate).

Häufigkeitsgipfel: Die Erkrankung tritt vorwiegend im jugendlichen Alter (16.-20. Lebensjahr) sowie bei jungen Erwachsenen (dritte, vierte oder fünfte Dekade) auf. Bis zum 30. Lebensjahr ist fast jeder mit dem Virus infiziert, aber nur bei der Hälfte bricht die Erkrankung aus.

Die Dauer der Infektiosität (Ansteckungsfähigkeit) besteht während der akuten Phase der Erkrankung und solange, wie das Virus im Speichel der erkrankten Person nachweisbar ist, was bis zu mehreren Monaten nach der Ansteckung der Fall sein kann.

Die Erkrankung hinterlässt lebenslange Immunität.

Verlauf und Prognose: Bei Kindern verläuft die Infektion meist asymptomatisch (ohne erkennbare Symptome). Je älter der Betroffene jedoch ist, desto eher treten Symptome (Halsschmerzen, Petechien (flohstichartige Blutungen) am Gaumen, Lymphadenopathie (Lymphknotenvergrößerung), Splenomegalie/Milzvergrößerung) auf. Halsschmerzen klingen nach drei Tagen und das Fieber innerhalb von 10 bis 14 Tagen ab.
Bei Erkrankten mit ansonsten funktionierender Immunfunktion ist der Verlauf mild und heilt nach 2-3 Wochen spontan (von selbst) aus. Bei
Infizierten mit Immundefizienz (Immunschwäche) kommt es hingegen meist zu schweren Verläufen.
Ein normalen Aktivitätsgrad sollten alle Patienten spätestens nach 2 bis 3 Monaten wieder erreicht haben.

Eine Schutzimpfung gegen eine Epstein-Barr-Virus-Infektion steht bislang nicht zur Verfügung. 

In Deutschland ist die Erkrankung nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) nicht meldepflichtig. Eine Meldung ist aber möglich, wenn mehr als zwei schwerwiegende Erkrankungen auftreten, die im zeitlichen Zusammenhang stehen.

Leitlinien

  1. S2k-Leitlinie: Labordiagnostik schwangerschaftsrelevanter Virusinfektionen. (AWMF-Registernummer: 093-001), Oktober 2021 Langfassung

     
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