Pfeiffersches Drüsenfieber (Infektiöse Mononukleose) – Weitere Therapie
Allgemeine Maßnahmen
- Handelsübliche milde Hals- oder Lutschtabletten (möglichst zuckerfrei) können zur Linderung der Halsschmerzen beitragen.
- Beachtung der allgemeinen Hygienemaßnahmen (Händehygiene, Vermeidung enger Kontakte während der Akutphase).
- Beim Auftreten von Fieber:
- Bettruhe und körperliche Schonung (auch bei nur geringem Fieber; falls Gliederschmerzen und Abgeschlagenheit ohne Fieber auftreten, ist ebenfalls Bettruhe und körperliche Schonung erforderlich, da es im Rahmen viraler Infektionen zu einer Myokarditis kommen kann).
- Fieber unter 38.5 °C muss nicht zwingend behandelt werden (Ausnahmen: Kinder mit Fieberkrampfneigung, ältere geschwächte Personen, Patienten mit Immunsuppression).
- Bei Fieber ab 39 °C können physikalische Maßnahmen (z. B. Wadenwickel) zur Temperaturreduktion eingesetzt werden.
- Nach dem Fieber mindestens ein fieberfreier Tag körperliche Schonung, ggf. länger bei persistierender Abgeschlagenheit.
- Nikotinrestriktion (Verzicht auf Tabakkonsum).
- Alkoholkarenz während der akuten Erkrankung und Rekonvaleszenz, insbesondere bei möglicher Leberbeteiligung.
- Begrenzter Koffeinkonsum (max. 240 mg Koffein pro Tag).
- Strikte körperliche Schonung bei Splenomegalie zur Vermeidung einer Milzruptur; insbesondere Verzicht auf Kontaktsportarten für mindestens 3-4 Wochen, bei persistierender Milzvergrößerung länger.
Impfungen
Die nachfolgenden Impfungen sind empfohlen, da interkurrente Infektionen den Krankheitsverlauf ungünstig beeinflussen können:
- Influenza-Impfung gemäß STIKO-Empfehlung.
- Pneumokokken-Impfung bei Risikopersonen gemäß STIKO-Empfehlung.
Regelmäßige Kontrolluntersuchungen
- Regelmäßige ärztliche Verlaufskontrollen während der Akutphase.
- Kontrolluntersuchungen bei klinischem Verdacht auf Organbeteiligungen (z. B. Leber, Milz).
- Verlaufskontrollen bei prolongierter Fatigue (starke Müdigkeit).
Ernährungsmedizin
- Ernährungsberatung auf der Grundlage einer individuellen Ernährungsanalyse nach der Akutphase.
- Während der Akuterkrankung leichte, gut verdauliche Kost.
- Beachtung folgender spezieller Ernährungsempfehlungen:
- Bevorzugung weicher Speisen (z. B. Suppen, Breie, Tee).
- Ausreichende Flüssigkeitszufuhr; bei Fieber zusätzliche Flüssigkeitsaufnahme von ca. 0.5-1 Liter pro °C über 37 °C Körpertemperatur bei herz- und nierengesunden Erwachsenen.
- Vermeidung schwer verdaulicher, fettreicher oder stark gewürzter Speisen.
- Ernährung reich an:
- Vitaminen (z. B. Vitamin C).
- Mineralstoffen.
- Sekundären Pflanzenstoffen.
- Nach Rekonvaleszenz ggf. gezielte Ernährungsoptimierung auf Basis der Analyse.
- Ggf. ergänzende Einnahme eines geeigneten Nahrungsergänzungsmittels; diese stellen keinen Ersatz für eine medikamentöse Therapie dar.
- Detaillierte Informationen zur Ernährungsmedizin stehen exklusiv unseren Partnern zur Verfügung.
Sportmedizin
- Kein Sport während der Akutphase.
- Stufenweise Wiederaufnahme körperlicher Aktivität erst nach vollständiger klinischer Genesung.
- Kontaktsport erst nach sicherem Ausschluss einer Splenomegalie.
- Erstellung eines individuellen Trainingsplans nach medizinischer Kontrolle.
Organisationen und Selbsthilfegruppen
- Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA)
Postfach 91 01 52, D-51071 Köln
Telefon: 0221-89920, Fax: 0221-8992300
E-Mail: poststelle@bzga.de, Internet: www.bzga.de