Einleitung
Systemisches inflammatorisches Response-Syndrom (SIRS)

Unter dem systemischen inflammatorischen Response-Syndrom (Synonyme: systemic inflammatory response syndrome; ICD-10 R65.-: Systemisches inflammatorisches Response-Syndrom [SIRS]) – Abkürzung SIRS – versteht man die generalisierte Antwort des Körpers auf einen äußeren Einfluss. Ursachen können Toxine (Gifte) von Mikroorganismen (z. B. Bakterien, Pilze, Viren, Parasiten), schwere Verletzungen oder Verbrennungen sein. Hierbei kommt es zu einer überschießenden Freisetzung inflammatorischer Zytokine (Mediatorenexplosion), deren Wirkungen den menschlichen Organismus aber selbst schwerwiegend schädigen können. Diese systemische Entzündungsreaktion findet im gesamten Körper gleichermaßen statt (unabhängig davon, an welcher Stelle sie ausgelöst wurde).

Auf dem Jahreskongress der Society of Critical Care Medicine 2016 in Orlando wurde Sepsis erstmals wie folgt definiert: "lebensbedrohliche Organdysfunktion aufgrund einer fehlregulierten Körperantwort auf eine Infektion" [1].

Der septische Schock wird seitdem definiert als eine Untergruppe der Sepsis: Die Kreislaufreaktion und zelluläre und metabolische Veränderungen sind dabei so tiefgreifend verändert, dass das Mortalitätsrisiko (Sterberisiko) deutlich erhöht ist [1].

Ein systemisches inflammatorisches Response-Syndrom kann Symptom vieler Erkrankungen sein (siehe unter "Differentialdiagnosen").

Verlauf und Prognose: Einzelne Organe können aufgrund der systemischen Entzündungsreaktion geschädigt werden bzw. ihre Funktion verlieren. Es handelt sich um einen lebensbedrohlichen Zustand.

Literatur

  1. Singer M et al.: The Third International Consensus Definitions for Sepsis and Septic Shock (Sepsis-3). JAMA. 2016;315(8):801-810. doi:10.1001/jama.2016.0287.

 


     
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