Systemisches inflammatorisches Response-Syndrom (SIRS) – Medikamentöse Therapie

Therapieziele

  • Behandlung der auslösenden Erkrankung
  • Stabilisierung der Hämodynamik und Sicherstellung einer ausreichenden Organperfusion
  • Vermeidung und Behandlung von Organdysfunktionen (Funktionsstörungen von Organen)
  • Verbesserung der Symptomatik

Therapieempfehlungen

  • Ursachenbezogene Therapie: Das systemische inflammatorische Response-Syndrom (körperweite Entzündungsreaktion) (SIRS) kann durch infektiöse und nichtinfektiöse Erkrankungen ausgelöst werden, beispielsweise durch Infektionen, akute Pankreatitis (akute Bauchspeicheldrüsenentzündung), Trauma (Verletzung), Verbrennungen oder größere operative Eingriffe. Eine spezifische, für alle SIRS-Ursachen wirksame Pharmakotherapie besteht nicht [3].
    • Behandlung der zugrunde liegenden Erkrankung gemäß der jeweiligen Leitlinie.
    • Bei sanierungsbedürftigem Infektionsherd rasche Fokussanierung (Beseitigung der Infektionsquelle); siehe „Weitere Therapie“ und „Sepsis (lebensbedrohliche Organfunktionsstörung durch eine Infektion)/Pharmakotherapie“.
    • Atemwegssicherung, Beatmung, Nierenersatztherapie (Behandlung zur Übernahme ausgefallener Nierenfunktionen) und Ernährung nach klinischer Indikation; siehe „Weitere Therapie“.
  • Abgrenzung zur Sepsis: SIRS ist nicht mit Sepsis gleichzusetzen. Sepsis ist eine lebensbedrohliche Organdysfunktion infolge einer dysregulierten Wirtsantwort auf eine Infektion. SIRS-Kriterien allein begründen weder die Diagnose einer Sepsis noch eine Antibiotikatherapie [3].
  • Geltungsbereich: Die nachfolgenden Dosierungen beziehen sich auf Erwachsene. Empfehlungen aus Sepsisleitlinien dürfen nicht pauschal auf ein nichtinfektiöses SIRS übertragen werden [LL1, LL2].

Pharmakotherapie – antimikrobielle Therapie

  • Indikationsstellung: Antimikrobielle Therapie bei wahrscheinlicher oder nachgewiesener behandlungsbedürftiger Infektion. Bei nichtinfektiösem SIRS besteht allein aufgrund der systemischen Entzündungsreaktion keine Indikation [3, LL2].
    • Bei septischem Schock (lebensbedrohlichem Kreislaufversagen infolge einer Infektion) sowie wahrscheinlicher oder gesicherter Sepsis unverzüglicher Therapiebeginn, idealerweise innerhalb einer Stunde nach Erkennen.
    • Bei lediglich möglicher Sepsis ohne Schock (lebensbedrohliches Kreislaufversagen) rasche, zeitlich begrenzte Abklärung; bei fortbestehendem Infektionsverdacht Therapiebeginn innerhalb von drei Stunden.
    • Bei geringer Infektionswahrscheinlichkeit ohne Schock kann unter engmaschiger Überwachung zunächst auf Antibiotika verzichtet werden.
  • Mikrobiologische Diagnostik: Blutkulturen und geeignete weitere Proben möglichst vor der ersten antimikrobiellen Gabe gewinnen, ohne den erforderlichen Therapiebeginn relevant zu verzögern [LL2].
  • Wirkstoffauswahl und Dosierung: Nach Infektionsfokus, vermutetem Erregerspektrum, lokalen Resistenzdaten, Vorbehandlung und Organfunktion; siehe „Sepsis/Pharmakotherapie“ und die jeweilige Grunderkrankung.
    • Eine gegebenenfalls erforderliche Aufsättigungsdosis richtet sich vor allem nach dem Verteilungsvolumen; sie wird nicht automatisch entsprechend einer reduzierten Erhaltungsdosis bei Niereninsuffizienz (eingeschränkter Nierenfunktion) vermindert.
    • Erhaltungsdosis und Dosierungsintervall an Organfunktion, Nierenersatzverfahren und gegebenenfalls therapeutisches Drug-Monitoring anpassen.
    • Bei geeigneten Betalaktamantibiotika nach initialer Gabe prolongierte Infusion berücksichtigen.
    • Tägliche Prüfung von Indikation, Deeskalation und Behandlungsdauer [LL1, LL2].

Pharmakotherapie – supportive Therapie

  • Indikationsbezogene Kreislauftherapie: Volumen und vasoaktive Arzneimittel bei Hypovolämie (vermindertem Blutvolumen), Hypoperfusion (unzureichender Durchblutung) oder Schock einsetzen. SIRS allein ist keine Indikation für Volumenboli oder Vasopressoren.
  • Überwachung: Blutdruck, klinische Perfusion, Rekapillarisierungszeit, Laktatverlauf, Diurese (Urinausscheidung) und Flüssigkeitsbilanz beurteilen. Eine Diurese von mindestens 0,5 ml/kg Körpergewicht/h ist ein Orientierungswert; eine Oligurie (verminderte Urinausscheidung) rechtfertigt nicht automatisch weitere Flüssigkeitsgaben.
  • Therapiesteuerung: Flüssigkeitsreagibilität bevorzugt dynamisch prüfen, beispielsweise durch passives Beinheben mit Messung der Schlagvolumenänderung. Starre Zielwerte für zentralvenösen Druck oder zentralvenöse Sauerstoffsättigung sind keine obligaten Reanimationsziele [LL1, LL2].

Wirkstoffe – Volumentherapie

Dosierung und Zusammensetzung der Infusionslösungen sind an Kreislaufzustand, Elektrolyte, Säure-Basen-Haushalt und Begleiterkrankungen anzupassen.

Kristalloide Infusionslösungen

Wirkstoff Besonderheiten
Balancierte isotone Elektrolytlösung Bevorzugte Lösung bei sepsisbedingter Volumenreanimation. Bei sepsisbedingter Hypoperfusion oder septischem Schock werden initial mindestens 30 ml/kg Körpergewicht innerhalb der ersten drei Stunden vorgeschlagen; schwache Empfehlung mit individueller Anpassung und fortlaufender Reevaluation [LL2]. Kein allgemeines SIRS-Dosierungsschema.
Natriumchlorid 0,9 % Alternative bei geeigneter Indikation; bei größeren Mengen Risiko einer hyperchlorämischen metabolischen Azidose (Übersäuerung des Körpers durch eine erhöhte Chloridbelastung). Bei gleichzeitigem Schädel-Hirn-Trauma (Verletzung des Schädels und Gehirns) kann die Lösung gegenüber balancierten Kristalloiden bevorzugt werden [LL2].
  • Wirkweise: Expansion des Extrazellulärraums einschließlich des intravasalen Volumens.
  • Indikationen: Intravasaler Volumenmangel und hypoperfusionsbedingte Kreislaufstörung mit zu erwartendem Nutzen einer Flüssigkeitsgabe.
  • Kontraindikationen: Präparatespezifisch; insbesondere Hyperhydratation (übermäßige Flüssigkeitsansammlung im Körper) und relevante, durch die Zusammensetzung verschlechterbare Elektrolytstörungen beachten. Bei Herz- (Herzschwäche) oder Niereninsuffizienz besonders sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung.
  • Nebenwirkungen: Flüssigkeitsüberladung, Lungenödem (Flüssigkeitsansammlung in der Lunge), Elektrolytstörungen und Säure-Basen-Störungen.
  • Albumin: Keine routinemäßige Gabe bei SIRS. Die deutsche S3-Leitlinie 2025 erlaubt die ergänzende Gabe bei hohem Flüssigkeitsbedarf; die Surviving-Sepsis-Leitlinie 2026 bevorzugt grundsätzlich Kristalloide allein und lässt Albumin für ausgewählte Patienten, beispielsweise nach großen Kristalloidmengen, offen. Eine isolierte Hypoalbuminämie ist keine ausreichende Indikation [LL1, LL2].
  • Hydroxyethylstärke (HES): Bei Sepsis und kritisch kranken Patienten nicht einsetzen. Die historische EMA-Mitteilung von 2018 ist als Sicherheitsquelle erhalten, stellt jedoch keine aktuelle Therapieempfehlung dar [1, LL1, LL2].
  • Gelatine: Bei Sepsis oder septischem Schock nicht empfohlen [LL1, LL2].
  • Glucose- und Natriumbicarbonatlösungen: Keine regulären Lösungen zur Volumenreanimation. Einsatz ausschließlich bei eigener metabolischer Indikation.

Wirkstoffe – Kreislaufstabilisierung

Katecholamine

Wirkstoff Besonderheiten
Noradrenalin Vasopressor erster Wahl beim septischen Schock. Initialer Zielwert des mittleren arteriellen Drucks (MAP) etwa 65 mmHg; individuell anpassen. Für Patienten ab 65 Jahren schlägt die Surviving-Sepsis-Leitlinie 2026 initial 60-65 mmHg vor [LL2, F1].
Dobutamin Bei kardialer Dysfunktion (gestörter Herzfunktion) mit persistierender Hypoperfusion trotz ausreichendem Volumenstatus und Blutdruck; gegebenenfalls zusätzlich zu Noradrenalin. Keine routinemäßige Gabe bei SIRS [LL2].
  • Wirkweise: Noradrenalin erhöht überwiegend über α-adrenerge Vasokonstriktion den Gefäßwiderstand; Dobutamin steigert überwiegend über β1-adrenerge Stimulation die kardiale Kontraktilität [F1, F2].
  • Indikationen: Noradrenalin bei vasodilatatorischem Schock (Kreislaufversagen durch übermäßige Gefäßerweiterung); Dobutamin bei nachgewiesener kardialer Pumpfunktionsstörung mit fortbestehender Hypoperfusion.
  • Kontraindikationen: Überempfindlichkeit; unbehandelter hypovolämischer Zustand. Noradrenalin kann bei lebensbedrohlicher Hypotonie (zu niedrigem Blutdruck) überbrückend parallel zum Volumenersatz erforderlich sein. Dobutamin ist unter anderem bei mechanischer Behinderung der ventrikulären Füllung oder des Ausflusses und bei Phäochromozytom (meist in der Nebenniere gelegener Tumor, der Stresshormone bildet) kontraindiziert [F1, F2].
  • Nebenwirkungen: Herzrhythmusstörungen und Myokardischämie (unzureichende Durchblutung des Herzmuskels); Noradrenalin zusätzlich periphere oder viszerale Ischämie (unzureichende Durchblutung der Gliedmaßen oder inneren Organe) und Gewebsnekrose (Absterben von Gewebe) bei Extravasation (Austritt der Infusionslösung in das umliegende Gewebe); Dobutamin zusätzlich Tachykardie (beschleunigter Herzschlag) und Hypotonie [F1, F2].

Vasopressin-Rezeptoragonisten

Wirkstoff Besonderheiten
Argipressin (Vasopressin) Zusätzlich zu Noradrenalin bei katecholaminrefraktärer Hypotonie im septischen Schock. Keine Bolusgabe. Dosen über 0,03 I.E./min gemäß Fachinformation ausschließlich als Notfalltherapie wegen erhöhten Ischämierisikos [F3].
  • Wirkweise: V1-Rezeptor-vermittelte Vasokonstriktion.
  • Indikationen: Katecholaminrefraktäre Hypotonie bei Erwachsenen mit septischem Schock; ergänzend zur konventionellen Vasopressortherapie [F3].
  • Kontraindikationen: Überempfindlichkeit. Besondere Vorsicht bei koronarer, mesenterischer oder peripherer Ischämie (unzureichender Durchblutung des Herzens, des Darms oder der Gliedmaßen) sowie eingeschränkter Herzfunktion [F3].
  • Nebenwirkungen: Myokard-, Darm- und Hautischämie (unzureichende Durchblutung des Herzmuskels, des Darms und der Haut), Herzrhythmusstörungen, verminderte Herzleistung und Hyponatriämie [F3].
  • Terlipressin: Für die Behandlung des septischen Schocks nicht empfohlen [LL2]. Der erhaltene Rote-Hand-Brief betrifft die Anwendung beim hepatorenalen Syndrom Typ 1 (schwere Nierenfunktionsstörung infolge einer fortgeschrittenen Lebererkrankung) und warnt vor schwerer oder letaler Ateminsuffizienz (unzureichender Atmung mit gestörtem Gasaustausch) sowie Sepsis/septischem Schock; er begründet keine SIRS-Indikation [2].
  • Weitere Eskalation: Bei unzureichendem MAP trotz Noradrenalin und Vasopressin kann im septischen Schock Adrenalin ergänzt werden; siehe „Sepsis/Pharmakotherapie“ [LL2].

Wirkstoffe – Corticosteroide

Glucocorticoide und ergänzende Mineralocorticoide

Wirkstoff Besonderheiten
Hydrocortison Bei septischem Schock mit anhaltendem Vasopressorbedarf trotz ausreichender Volumentherapie. Keine routinemäßige Behandlung eines SIRS [LL1].
Fludrocortison Ergänzung zu Hydrocortison gemäß deutscher S3-Leitlinie 2025; keine Monotherapie. Anwendung im septischen Schock außerhalb der zugelassenen Indikation [5, LL1].
  • Wirkweise: Hydrocortison moduliert die Entzündungsreaktion und verbessert die vaskuläre Ansprechbarkeit auf Katecholamine; Fludrocortison wirkt überwiegend mineralocorticoid.
  • Indikationen: Septischer Schock mit anhaltendem Vasopressorbedarf. Andere Indikationen, beispielsweise eine Nebennierenkrise (lebensbedrohlicher akuter Mangel an Nebennierenhormonen), sind unabhängig davon zu behandeln [LL1].
  • Kontraindikationen: Überempfindlichkeit; weitere Gegenanzeigen und Vorsichtsmaßnahmen präparatespezifisch beachten. Bei lebensbedrohlichem Schock individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung.
  • Nebenwirkungen: Hyperglykämie, Hypernatriämie, Hypokaliämie, Flüssigkeitsretention (Zurückhalten von Flüssigkeit im Körper), Muskelschwäche und erhöhte Infektionsanfälligkeit.

Wirkstoffe – Glucosemanagement

Insuline

Wirkstoff Besonderheiten
Humaninsulin, kurzwirksam Bei anhaltender Hyperglykämie ab 180 mg/dl. Üblicher Zielbereich unter Therapie 144-180 mg/dl. Engmaschige Blutzucker- und Kaliumkontrollen; für die intravenöse Anwendung geeignete Darreichungsform verwenden [4, LL1, F4].
  • Wirkweise: Förderung der zellulären Glucoseaufnahme und Hemmung der hepatischen Glucoseproduktion.
  • Indikationen: Anhaltende Hyperglykämie bei kritisch kranken Patienten; keine prophylaktische Insulingabe allein wegen SIRS.
  • Kontraindikationen: Hypoglykämie und Überempfindlichkeit. Eine relevante Hypokaliämie muss vor beziehungsweise während der Behandlung korrigiert werden.
  • Nebenwirkungen: Hypoglykämie und Hypokaliämie; selten Überempfindlichkeitsreaktionen [F4].
  • Keine intensivierte Blutzuckersenkung: Ein routinemäßiger Zielbereich von 90-150 mg/dl zur Mortalitätsreduktion wird nicht empfohlen. Zu strikte Glucosekontrolle erhöht das Risiko schwerer Hypoglykämien [4, LL1].

Weitere supportive Therapie

  • Erythrozytentransfusion (Übertragung roter Blutkörperchen): Restriktive Transfusionsstrategie; bei nichtblutenden Erwachsenen mit septischem Schock üblicher Transfusionstrigger Hb etwa 7 g/dl. Entscheidung unter Berücksichtigung des klinischen Zustands; bei akuter Blutung, Myokardischämie oder schwerer Hypoxämie (zu geringer Sauerstoffgehalt im Blut) individuelle Festlegung. Kein automatischer Transfusionstrigger von 7-8 g/dl für alle SIRS-Patienten [6].
  • Thromboseprophylaxe (Vorbeugung von Blutgerinnseln): Bei entsprechender stationärer beziehungsweise intensivmedizinischer Risikokonstellation medikamentöse Prophylaxe unter Berücksichtigung von Blutungsrisiko, Thrombozytenzahl und Nierenfunktion; siehe „Sepsis/Pharmakotherapie“ [LL1, LL2].
  • Stressulkusprophylaxe (Vorbeugung von Geschwüren im oberen Verdauungstrakt infolge schwerer körperlicher Belastung): Nur bei entsprechenden Risikofaktoren für gastrointestinale Blutungen (Blutungen im Magen-Darm-Trakt); siehe „Sepsis/Pharmakotherapie“ [LL1].
  • Aktiviertes Protein C: Drotrecogin alfa ist keine Therapieoption. Die Zulassung wurde 2011 nach fehlendem Wirksamkeitsnachweis zurückgenommen [8].
  • Antithrombin: Keine routinemäßige Gabe zur Behandlung von SIRS oder Sepsis. Eine hochdosierte Antithrombintherapie zeigte keinen Überlebensvorteil; in Kombination mit Heparin war das Blutungsrisiko erhöht. Eine davon unabhängige spezifische Substitutionsindikation ist gesondert zu beurteilen [7].

Red Flags (Warnzeichen) bei SIRS

  • Persistierende Hypotonie, rasch zunehmender Vasopressorbedarf oder Zeichen der Minderperfusion
  • Neue Bewusstseinsstörung
  • Akute Ateminsuffizienz oder zunehmender Sauerstoffbedarf
  • Oligurie beziehungsweise Anurie (fehlende Urinausscheidung)
  • Ansteigendes Laktat oder rasch progrediente Organdysfunktion

Diese Befunde erfordern eine unverzügliche notfallmedizinische beziehungsweise intensivmedizinische Beurteilung und ursachenbezogene Behandlung.

Abkürzungsverzeichnis

  • AkdÄ: Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft.
  • AOP: Austrian Orphan Pharmaceuticals – Bestandteil des Namens des pharmazeutischen Unternehmens.
  • AWMF: Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften.
  • EMA: European Medicines Agency – Europäische Arzneimittel-Agentur.
  • EU: Europäische Union.
  • F: Fachinformation; die nachfolgende Zahl bezeichnet die jeweilige Quelle.
  • g/dl: Gramm pro Deziliter.
  • Hb: Hämoglobin.
  • HES: Hydroxyethylstärke.
  • I.E.: Internationale Einheiten.
  • kg: Kilogramm.
  • LL: Leitlinie; die nachfolgende Zahl bezeichnet die jeweilige Quelle.
  • MAP: Mean Arterial Pressure – mittlerer arterieller Druck.
  • mg/dl: Milligramm pro Deziliter.
  • min: Minute.
  • ml: Milliliter.
  • ml/kg Körpergewicht/h: Milliliter pro Kilogramm Körpergewicht und Stunde.
  • mmHg: Millimeter Quecksilbersäule – Maßeinheit für den Druck.
  • PRAC: Pharmacovigilance Risk Assessment Committee – Ausschuss für Risikobewertung im Bereich der Pharmakovigilanz.
  • S3: Stufe 3 der Leitlinienklassifikation der AWMF; Leitlinie mit systematischer Evidenzbewertung und strukturierter Konsensfindung.
  • SIRS: Systemic Inflammatory Response Syndrome – systemisches inflammatorisches Response-Syndrom.

Literatur

  1. European Medicines Agency: PRAC recommends suspending hydroxyethyl-starch solutions for infusion from the market. 12. Januar 2018. Historische Sicherheitsmitteilung. EMA-Sicherheitsmitteilung.
  2. Rote-Hand-Brief zu Terlipressin: Schwere oder letale Ateminsuffizienz und Sepsis/septischer Schock bei Patienten mit hepatorenalem Syndrom Typ 1. 1. Dezember 2022. AkdÄ Drug Safety Mail 2022-49. Rote-Hand-Brief.
  3. Singer M, Deutschman CS, Seymour CW et al.: The Third International Consensus Definitions for Sepsis and Septic Shock (Sepsis-3). JAMA. 2016;315(8):801-810. doi:10.1001/jama.2016.0287.
  4. NICE-SUGAR Study Investigators; Finfer S, Chittock DR, Su SY et al.: Intensive versus conventional glucose control in critically ill patients. N Engl J Med. 2009;360(13):1283-1297. doi:10.1056/NEJMoa0810625.
  5. Annane D, Renault A, Brun-Buisson C et al.: Hydrocortisone plus fludrocortisone for adults with septic shock. N Engl J Med. 2018;378(9):809-818. doi:10.1056/NEJMoa1705716.
  6. Holst LB, Haase N, Wetterslev J et al.: Lower versus higher hemoglobin threshold for transfusion in septic shock. N Engl J Med. 2014;371(15):1381-1391. doi:10.1056/NEJMoa1406617.
  7. Warren BL, Eid A, Singer P et al.: Caring for the critically ill patient. High-dose antithrombin III in severe sepsis: a randomized controlled trial. JAMA. 2001;286(15):1869-1878. doi:10.1001/jama.286.15.1869.
  8. European Medicines Agency: Xigris (drotrecogin alfa [activated]) to be withdrawn due to lack of efficacy. 25. Oktober 2011. Rücknahme der EU-Zulassung am 28. November 2011. EMA-Sicherheitsmitteilung.

Leitlinien

  1. S3-Leitlinie: Sepsis – Prävention, Diagnose, Therapie und Nachsorge – Update 2025. (AWMF-Registernummer: 079 - 001), April 2025, veröffentlicht Juli 2025 Langfassung [LL1]
  2. Prescott HC, Antonelli M, Alhazzani W et al.: Surviving Sepsis Campaign: International Guidelines for Management of Sepsis and Septic Shock 2026. Crit Care Med. 2026;54(4):725-812. doi:10.1097/CCM.0000000000007075. [LL2]
  3. S3-Leitlinie: Intravasale Volumentherapie beim Erwachsenen. (AWMF-Registernummer: 001 - 020), Juli 2020 Langfassung. Historische Referenz; die ausgewiesene Gültigkeit endete im Juli 2025. [LL3]

Fachinformationen

  1. Noradrenalin Kabi 1 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung. Fresenius Kabi. Fachinformation. [F1]
  2. Dobutamin-hameln 5 mg/ml. hameln pharma. Juni 2024. Fachinformation. [F2]
  3. Empressin 40 I.E./2 ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung. AOP Orphan Pharmaceuticals. Fachinformation. [F3]
  4. Actrapid. Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels. Novo Nordisk; European Medicines Agency. Produktinformation einschließlich Fachinformation. [F4]