Einleitung
Diabetes insipidus

Beim Diabetes insipidus handelt es sich um eine Hormonmangel-bedingte Störung im Wasserstoffwechsel, die zu einer extrem hohen Harnausscheidung (Polyurie; 5-25 l/Tag) durch eine eingeschränkte Konzentrationsfähigkeit der Nieren führt. Damit verbunden ist ein gesteigertes Durstgefühl (Polydipsie; Trinkmenge von 3,5 l/24 Stunden).

Man kann zwei Formen des Diabetes insipidus unterscheiden:

  • Diabetes insipidus centralis (Synonyme: zentraler (neurogener) Diabetes insipidus; Diabetes insipidus neurohormonalis; hypoyphysärer Diabetes insipidus; ICD-10 E23.2) – bedingt durch einen Mangel an dem antidiuretischen Hormon (ADH) wg. Ausfall der ADH-Produktion (partiell (teilweise) oder total; permanent oder transient (vorübergehend))
  • Diabetes insipidus renalis (Synonym: nephrogener Diabetes insipidus; ICD-10 N25.1) – bedingt durch fehlendes oder ungenügendes Ansprechen der Nieren (hier: Sammelrohr und distaler Tubulus) auf ADH (ADH-Konzentration ist normal bzw. sogar erhöht)

Es handelt sich um seltene Erkrankungen, wobei der zentrale Diabetes insipidus jedoch weitaus häufiger vorkommt als der renale Diabetes insipidus.

Verlauf und Prognose: Der Verlauf und die Prognose sind abhängig von der Form des Diabetes insipidus. In den meisten Fällen ist der Verlauf benigne (gutartig).
Die Mehrheit der Patienten mit klinisch manifestem zentralem Diabetes mellitus erhalten eine medikamentöse Therapie (mit Desmopressin), die der Behandlung der Polyurie dient.
Bei Patienten mit nephrogenen Diabetes insipidus wird soweit möglich die Grunderkrankung behandelt. Dies ist häufig sehr langwierig und oft auch unbefriedigend. Neben ernährungsmedizinischen Maßnahmen (Einschränkung der Protein- und Salzzufuhr), werden auch hier Medikamente (Thiaziduretika; NSAID) eingesetzt.

Leitlinien

  1. S1-Leitlinie: Diabetes insipidus neurohormonalis (D. i. centralis). (AWMF-Registernummer: 027-031), Januar 2011 Langfassung

     
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