Einleitung
Missempfindungen (Parästhesien)

Parästhesien (Synonym: Taubheitgefühle; ICD-10 R20.2: Parästhesie der Haut) bezeichnen Fehlempfindungen bzw. Missempfindungen, die sich in Form von Brennen, Kribbeln, Ameisenlaufen, Nadelstichgefühl sowie pelzigem Gefühl äußern können. Häufig treten Parästhesien an den Händen, Fingern und Füßen auf.

Die Empfindungen werden als unangenehm, aber nur in seltenen Fällen als schmerzhaft beschrieben.

Je nach der Ursache unterscheidet man zwischen:

  • transienten (vorübergehende) Parästhesien – ausgelöst durch temporäre Unterbrechung des Blutflusses (z. B. ein "eingeschlafenes Bein"), Nervenkompression (Druckbelastung einer Nervenbahn), Hyperventilation, Migräne oder myofasziale Schmerzen (schmerzhafte Funktionsstörungen im Bereich von Muskeln)
  • chronischen Parästhesien – dauerhafte Fehlfunktion der Nervenzellen, bedingt z. B. durch Diabetes mellitus, Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion), Multiple Sklerose (MS), Engpasssyndrome oder Medikamente wie Antiepileptika (Arzneimitteln zur Behandlung von epileptischen Anfällen)

Parästhesien können Symptom vieler Erkrankungen sein (siehe unter "Differentialdiagnosen").

Verlauf und Prognose: Verlauf und Prognose sind abhängig von der Ursache. Liegt beispielsweise eine Nervenkompression vor, sind die Parästhesien meist reversibel (umkehrbar).


     
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