Einleitung
Makrozytose

Als Makrozytose bezeichnet das Auftreten von abnorm großen Erythrozyten (rote Blutkörperchen), sogenannte Makrozyten, deren mittleres Erythrozytenvolumen (mean corpuscular volume, MCV) im Vergleich zum Normalfall auf über 98 (100) Femtoliter (fl) erhöht ist.

Das MCV lässt sich aus dem Hämatokrit (Volumenanteil der zellulären Elemente im Blut) und der Erythrozytenanzahl im Blut nach folgender Formel berechnen: MCV = Hämatokrit / Erythrozytenzahl
Rechnerisch steht MCV im Zusammenhang mit zwei weiteren Parametern: MCV = MCH* / MCHC**.
*MCH (mean corpuscular hemoglobin; mittlere korpuskuläre Hämoglobin)
**MCHC (mean corpuscular hemoglobin concentration; mittlere korpuskuläre Hämoglobinkonzentration)

Bei gleichzeitigem Vorliegen eine Anämie (Blutarmut), d. h. einer verminderten Hämoglobinkonzentration (Konzentration des Blutfarbstoffs), spricht man von einer makrozytären Anämie.

Anämien werden nach dem Volumen der Erythrozyten (MCV) wie folgt differenziert:

  • < 80: mikrozytäre Anämie 
  • 80-100: normozytäre Anämie
  • > 100: makrozytäre Anämie

Makrozyten ohne pathologische Bedeutung finden sich unter anderem bei Neugeborenen und Säuglingen sowie gelegentlich bei Schwangeren.

Die Makrozytose kann Symptom vieler Erkrankungen sein (siehe unter "Differentialdiagnosen"). 

Die Prävalenz (Krankheitshäufigkeit) für eine Makrozytose liegt bei ca. 3 % in der Allgemeinbevölkerung [1].

Verlauf und Prognose: Verlauf und Prognose ist abhängig von der Ursache der Erkrankung.

Literatur

  1. Seppä K, Heinilä K, Sillanaukee P, Saarni M. Evaluation of macrocytosis by general practitioners. J Stud Alcohol 1996; 57: 97-100

     
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