Bei der aplastischen Anämie handelt es sich um eine Form der Blutarmut, die durch eine Panzytopenie – Verminderung aller Zellreihen im Blut – und eine gleichzeitig vorliegende Hypoplasie (Funktionseinschränkung) des Knochenmarks gekennzeichnet ist.
Die Erkrankung ist in Europa sehr selten, sie tritt bei ungefähr zwei von 1000000 Einwohner pro Jahr auf. Männer und Frauen sind gleich häufig betroffen. Es gibt zwei Altersgipfel. Zum einen Bei Teenagern und jungen Erwachsenen und weiterhin bei älteren Personen.
Man unterscheidet angeborene und erworbene Formen der aplastischen Anämie.
Zu den wichtigsten Vertretern der beiden Formen zählen
Angeborene aplastische Anämie (tritt insgesamt selten auf)
- Fanconi-Anämie
- Dyskeratosis congenita
Erworbene aplastische Anämie
- Aplastische Anämie durch Bestrahlung oder Zytostatika
- Viral bedingte aplastische Anämie
- Durch Immunerkrankungen bedingte aplastische Anämie
Bei mehr als der Hälfte aller Erkrankungsfälle bleibt die Ursache unklar.
Die Prognose ist unbehandelt sehr schlecht, mehr als 70 % versterben innerhalb kurzer Zeit.













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