Einleitung
Morbus Bowen

Beim Morbus Bowen (Synonyme: Bowen-Darier-Krankheit; Bowen-Darier-Syndrom; Bowen-Dermatose; Bowen-Dermatose, Bowenoide Präkanzerose, Dermatosis praecancerosa Bowen, Bowen-Karzinom; Bowen-Epitheliom; Bowen-Krankheit; Erythroplasie Queyrat; ICD-10 D04.-) handelt es sich um ein In-situ-Plattenepithelkarzinom der Haut und Übergangsschleimhäute.

Es wird als intraepidermales Carcinoma in situ bezeichnet und gilt als Vorstufe des Plattenepithelkarzinoms (PEK; spinozelluläres Karzinom; früher: Spinaliom, Stachelzellkrebs). Histologisch ist der Morbus Bowen ein intradermales Karzinom. Er kann in ein invasives, dann meist in ein bowenoid differenziertes (pleomorphes gering differenziertes) PEK (Bowenkarzinom) übergehen.

Befindet sich diese Krebsvorstufe im Bereich der Schleimhäute, so spricht man mit von der Erythroplasie Queyrat.

Der Hauttyp spielt keine Rolle.

Geschlechterverhältnis: Männer sind etwas häufiger betroffen als Frauen.

Häufigkeitsgipfel: Die Erkrankung tritt vorwiegend ab dem 40. Lebensjahr auf.

Verlauf und Prognose: Eine spontane (von selbst) Rückbildung des Morbus Bowen kommt nicht vor. Der Verlauf ist immer chronisch, sodass die komplette chirurgische Entfernung des Herdes erforderlich ist. Langfristig geht ein Morbus Bowen in ein invasives Plattenepithelkarzinom über (Bowen-Karzinom, bei etwa 30-50 % der Betroffenen). Das Bowen-Karzinom kann in die Lymphbahnen metastasieren (Bildung von Tochtergeschwülsten). Später ist auch eine Fernmetastasierung möglich.
In ca. einem Drittel der Fälle erfolgt bei der Erythroplasie Queyrat eine Progression in ein invasives spinozelluläres Karzinom (Plattenepithelkarzinom).
Beim Plattenepithelkarzinom der Haut treten Metastasierungen nur bei ca. 5 % der Tumorträger auf. Die
5-Jahres-Überlebensrate bei Metastasierung liegt bei 25-50 %


     
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