Einleitung
Gangrän

Unter Gangrän oder Gangräne (Plural die Gangränen; griech. γάγγραινα (gángraina), „fressendes Geschwür“, wörtlich „die wegfressende Wunde“; ICD-10 R02) versteht man einen Gewebsuntergang aufgrund einer Minderdurchblutung oder sonstiger Schädigung.

Nach der Ätiologie (Ursache) kann man die folgenden Formen der Gangräne unterscheiden:

  • Gangrän bei Atherosklerose (Arteriosklerose/Arterienverkalkung) (ICD-10 I70.24)
  • Gangrän bei Diabetes mellitus (ICD-10 E10-E14)
  • Gangrän bei sonstigen peripheren Gefäßkrankheiten (ICD-10 I73.-)

Nach der Morphologie kann man die Gangrän unterscheiden in:

  • Trockenes Gangrän ‒ Vertrocknung und Schrumpfung des Gewebes
  • Feuchtes Gangrän ‒ Infektion der trockenen Gangrän mit Fäulnisbakterien 

In der Mehrheit der Fälle tritt die Gangrän an den Extremitäten auf, wobei die Füße häufiger betroffen sind als die Hände.

Eine Gangrän kann Symptom vieler Erkrankungen sein (siehe unter "Differentialdiagnosen").

Verlauf und Prognose: Eine Gangrän heilt im Allgemeinen schlecht aus. Oft entwickeln sich offene Ulzera (Wunden) und Nekrosen (Gewebeschäden durch Absterben von Zellen). Neben der symptomatischen Therapie steht die kausale (ursächliche) Therapie im Vordergrund.
Bei einer bakteriell bedingten Gangrän führt die Infektion rasch zu einer Nekrose (innerhalb von Stunden oder wenigen Tagen). Sobald es zu einer Sepsis (Blutvergiftung) kommt, wird der Zustand kritisch. Hier muss schnellstens behandelt werden (Antibiotikagabe).


     
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