Einleitung
Austrocknungsekzem (Exsikkationsekzem)

Das Exsikkationsekzem (Synonyme: Austrocknungsekzem; Asteatosis cutis; asteatotisches Ekzem; degeneratives Ekzem; Dermatitis sicca; dysregulativ-mikrobielles Ekzem vom sebostatischen Typ; Eczéma craquelé; Eczema craquelée; Exsikkationsdermatitis; Exsikkationsekzematid; Schreuss; sebostatische Dermatitis; seniles Ekzem; xerotisches Ekzem; ICD-10-GM L30.8: Sonstige näher bezeichnete Dermatitis) ist ein chronisches Ekzem, welches aufgrund einer verminderten Talgabsonderung der Haut (Sebostase) entsteht.

Saisonale Häufung der Erkrankung: Das Exsikkationsekzem tritt gehäuft im Winter auf.

Vom Exsikkationsekzem sind ältere Menschen, Neurodermitiker sowie Kleinkinder betroffen.

Geschlechterverhältnis: Männer sind häufiger betroffen als Frauen.

Häufigkeitsgipfel: Die Erkrankung tritt ab der zweiten Lebenshälfte auf.

Zur Prävalenz (Krankheitshäufigkeit) des Exsikkationsekzems liegen keine Zahlen vor.

Verlauf und Prognose: Trockene Haut (Xerodermie) führt in den ersten Lebensjahrzehnten häufig nicht zu Beschwerden. Einige Patienten nehmen dabei nur vermehrte rieselnde Hautschuppen wahr, ohne Auftreten weiterer Symptome. Ader zweiten Lebenshälfte führt die zunehmende Exsikkation (Austrocknung) zu einem unangenehmen Spannungsgefühl. Übermäßige Körperpflege (Waschen und Baden) und damit der übermäßige Gebrauch von Seifen oder Duschmitteln, trägt zu einer Austrocknung der gesamten Haut bei. Typischerweise kommt es häufig im Winter bzw. in der kalten Jahreszeit zu einer Verschlimmerung der Austrocknung bzw. Manifestation von Exsikkationsekzemen an den Extremitäten (meist am Unterschenkel; seltener am Stamm). Diese äußern sich durch typische netzförmige rötliche Einrisse der Hornhaut (Eczéma craquelé), die an ein eingetrocknetes Flussbett erinnern und eine darauf folgende Entzündung der Haut. Bei Nichtbehandlung entwickelt sich im weiteren Verlauf daraus rötlich-bräunliche, schuppende, infiltrierte Plaques (flächenhafte oder plattenartige Substanzvermehrung der Haut).
Exsikkationsekzeme sind gut zu behandeln, Änderung der Dusch- und Badegewohnheiten und Rückfettung der Haut durch geeignete Basiscremes sowie Ölbäder sind dabei hilfreich. In seltenen und schweren Fällen, insbesondere bei anhaltendem Juckreiz, sind glucocorticoidhaltige Cremes erforderlich.
Die Prognose ist gut, soweit die Empfehlungen zur Körper- und Hautpflege eingehalten werden.


     
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