Aktuelles zur Coronavirus-Infektion
Einleitung
Borkenflechte (Impetigo contagiosa)

Die Impetigo contagiosa (Borkenflechte; Eiterausschlag; Eiterflechte; Grindausschlag; Grindblasen; Grindflechte; Grindknötchen; Schmutzflechte; Foxsche Impetigo; Impetiginisation; impetiginöses Ekzem; Impetigo; Impetigo bullosa; Impetigo circinata; Impetigo contagiosa durch Staphylokokken; Impetigo contagiosa durch Streptokokken; Impetigo neonatorum; Impetigo vulgaris; Impetigo vulgaris Unna; mpetigo simplex; non-bullous impetigo; Streptokokkenimpetigo; ICD-10-GM L01.0: Impetigo contaginosa) ist eine hochinfektiöse, nicht an die Hautanhangsgebilde (Haarfollikel, Schweißdrüsen) gebundene, bakterielle Infektion der Haut.

Bei der Impetigo contagiosa handelt es sich um eine Infektion mit eiterbildenden Bakterien (Pyodermie).

In ca. 80 % der Fälle ist Staphylococcus aureus der alleinige Auslöser. In 10 % der Fälle besteht eine alleinige Infektion mit dem Streptococcus pyogenes.

Erregerreservoir ist der Mensch. Keimreservoir ist häufig der Nasen-Rachen-Raum.

Vorkommen: Sowohl Staphylococcus aureus wie Streptococcus pyogenes kommen ubiquitär, d. h. überall vor.

Saisonale Häufung der Erkrankung: Die Impetigo contagiosa tritt vor allem in der warmen Jahreszeit auf.

Die Übertragung des Erregers (Infektionsweg) erfolgt fäkal-oral (Infektionen, bei dem mit dem Stuhl (fäkal) ausgeschiedene Erreger über den Mund (oral) aufgenommen werden; Schmierinfektion), z. B. von der Haut der Erkrankten auf die Haut anderer Personen oder Handkontakt mit kontaminierten Flächen.
Indirekte Infektionen über Lebensmittel sind beschrieben, jedoch sehr selten.

Die Inkubationszeit (Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Erkrankung) beträgt 2-10 Tage.

Es werden folgende Formen der Impetigo contagiosa beschrieben:

  • großblasige Impetigo contagiosa (Impetigo bullosa; bullous impetigo) – Auslösung häufiger durch Staphylococcus aureus
  • kleinblasige Impetigo contagiosa (non-bullous impetigo) – Auslösung durch beta-hämolysierende Streptokokken der Gruppe A (Streptococcus pyogenes) (häufigere Form)

Häufigkeitsgipfel: Die Erkrankung tritt vor allem bei Kindern und Neugeborenen auf.

Die Dauer der Infektiosität besteht insbesondere während der Dauer klinisch manifester Symptome.

Verlauf und Prognose: In der Regel lassen sich Hautinfektionen mit Staphylokokken und Streptokokken gut mittels 2 % Chinolinol-Salbe (ggf. auch: Polyvidon-Jod-Salbe) oder eine desinfizierende weiche Zinkpaste behandeln; auch lokale Antibiotika, z. B. Fusidinsäure, Getamicin kommen zum Einsatz. 
Die befallenen Hautpartien sollten mit einer Mullgaze abgedeckt werden. Soweit Hände betroffen sind, sollten diese durch einen Schlauchverband abgedeckt werden, sodass die Übertragung von Bakterien durch Kratzen der Finger (= Autoinokulation) vermieden wird.


     
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