Die bakterielle Meningitis wird meist durch Tröpfcheninfektion übertragen.
Jährlich treten etwa 2,5 Erkrankungsfälle pro 100000 Einwohner auf. Meist handelt es sich um Infektionen, die durch die Bakterien Streptococcus pneumoniae (so genannte Pneumokokken), Neisseria meningitidis (so genannte Meningokokken) und Listeria monocytogenes, wobei die Pneumokokken meist für die Meningitis beim Erwachsenen und die Meningokokken für die Infektion bei Kindern und Jugendlichen verantwortlich sind.
Listerien sind vornehmlich die Ursache für Meningitiden bei immungeschwächten Personen. Bei diesem Erreger kann die Infektionsquelle auch in rohem Fleisch oder verunreinigten Milchprodukten gefunden werden. Vor allem bei immungeschwächten Personen können auch andere Bakterien wie E.coli schwere Meningitiden hervorrufen.
Bei der akuten Meningitis kommen die Bakterien meist aus dem Nasopharynxbereich (Nasenrachenraum) über den Blutweg in den Plexus choroideus (bindegewebige Struktur, die den Liquor produziert) und so in den Liquor. Die Entzündung tritt auf die Meningen (Hirnhäute) über und führt so zur Meningitis.
Bei der akuten viralen Meningitis werden vor allem Enteroviren, zu denen auch die Coxsackie- und Echoviren zählen, als Ursache gefunden. Daneben kommen noch häufig Mumps-, Masern- oder Varizellen-Viren vor. Die Erkrankung verläuft vor allem bei Erwachsenen meist harmloser als die bakterielle Meningitis.
Biographische Ursachen
- Säuglinge und Kleinkinder
- Ältere Menschen
Verhaltensbedingte Ursachen
- Listerien-Meningitis – Konsum kontaminierter Nahrung wie Milch oder rohem Fleisch
Krankheitsbedingte – behandelbare – Ursachen
- Otitis media (Mittelohrentzündung)
- Alkoholismus
- Diabetes mellitus
- Hypogammaglobulinämie – zu wenige Immunglobuline (Abwehrzellen) im Blut
- Kopfverletzungen mit Liquorrhoe – Austritt von Nervenwasser
- Abwehrschwäche
- Leberzirrhose – bindegewebiger Umbau des Lebergewebes mit Funktionseinschränkungen
- Chronische Harnwegsinfektionen
Chemotherapien
- Komplikation der intrathekalen Zytostatikagabe – Verabreichung von Medikamenten gegen Krebsleiden in den Liquorraum
Operationen
- Nach neurochirurgischen Operationen
- Nach Splenektomie (Milzentfernung)












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