Die gluteninduzierte Enteropathie ist eine chronische Dünndarmerkrankung aufgrund der Überempfindlichkeit gegen das Getreideeiweiß Gluten. Sie kann sowohl in den ersten Lebensjahren als auch im Erwachsenenalter auftreten. Bei Säuglingen sowie Kindern wird das Krankheitsbild Zöliakie und bei Erwachsenen einheimische Sprue genannt.
Gluten wird auch als Klebereiweiß bezeichnet, da es für die Backfähigkeit von Weizenmehlen ausschlaggebend ist und die Backeigenschaften verbessert. Gluten macht etwa 80 % des Gesamteiweißes in Weizen aus und besteht aus mehreren Fraktionen, darunter die Proteine Gliadin und Glutenin.
Es handelt sich um eine latente oder stille Zöliakie beziehungsweise Sprue, wenn nur eine leichte Schädigung der Dünndarmschleimhaut und -zotten vorliegt und die typischen Beschwerden nur zum Teil auftreten oder wenig ausgeprägt sind. Unter glutenfreier Kost regeneriert sich die Darmwand und die Beschwerden schwinden schnell.
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