Einleitung
Blinddarmentzündung (Appendicitis)

Bei der Appendicitis (ICD-10 K35.9: Akute Appendicitis, nicht näher bezeichnet) handelt es sich um die Entzündung des Wurmfortsatzes (Appendix vermiformis) des Blinddarms. Sie wird umgangssprachlich auch als Blinddarmentzündung bezeichnet, was allerdings medizinisch nicht korrekt ist. Eine "echte "Entzündung des Blinddarms nennt man Typhilitis.

Die Appendicitis ist die häufigste Ursache eines akuten Abdomens, das einen lebensbedrohlichen Zustand darstellt. Sie macht im Regelfall einen notfallmäßigen operativen Eingriff erforderlich.

Häufigkeitsgipfel: Die Erkrankung tritt vorwiegend im Kindesalter sowie im 2. und 3. Lebensjahrzehnt auf. Der Altersgipfel liegt zwischen dem 10. und 19. Lebensjahr. Knapp 40 % aller Appendektomien (operative Entfernung des entzündeten Wurmfortsatzes des Blinddarms) entfallen auf die Altersgruppe von 5-19 Jahren und knapp 60 % auf die zwischen 5 und 29 Jahre.

Die Lebenszeitprävalenz (Krankheitshäufigkeit während des gesamten Lebens) liegt bei 7-8 % (in Deutschland).

Die Inzidenz (Häufigkeit von Neuerkrankungen) beträgt ca. 100 Erkrankungen pro 100.000 Einwohner pro Jahr (in Deutschland).

Verlauf und Prognose: Die Appendicitis kann einen leichten Verlauf haben. Es kann sich aber ebenso um eine schwere Entzündung des Appendix handeln. Im schlimmsten Fall kann es zu einer Perforation kommen (Durchbruch in die Bauchhöhle), die häufig eine Peritonitis (Entzündung des Peritoneums (Bauchfell)) zur Folge hat.
Eine Appendicitis erfordert
im Regelfall eine Appendektomie. Bei rund 28 % der Erkrankten wird bei der Operation eine Perforation
("Blinddarmdurchbruch") festgestellt.

Die Letalität (Sterblichkeit bezogen auf die Gesamtzahl der an der Krankheit Erkrankten) beträgt bei einer unkomplizierten Appendicitis weniger als 0,001 %. Bei einem komplizierten Verlauf mit einer Perforation liegt sie bei etwa 1 %.


     
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