Einleitung
Darmkrebs (Kolonkarzinom)

Beim Kolonkarzinom (Synonyme: Adenokarzinom des Kolons; CRC; Coloncarcinom; Colonkarzinom; Colorectal carcinoma; Colorectale Karzinome; Colorectales Karzinom; Colorektale Karzinome; Colorektales Karzinom; KRC; KRK; Kolonkarzinom; Kolorektalkarzinom; Rectumkarzinom; Rektumkarzinom; kolorektales Karzinom (CRC); ICD-10 C18.-: Bösartige Neubildung des Kolons) handelt es sich um eine maligne (bösartige) Neubildung des Dick- oder Mastdarms (= kolorektales Karzinom), welche fast immer ein Adenokarzinom ist. Krebserkrankungen des Dünndarms kommen dagegen nur sehr selten vor.

Es ist die dritthäufigste maligne (bösartige) Erkrankung weltweit.

Das Kolonkarzinom ist in Deutschland bei Männern die dritthäufigste und bei Frauen die zweithäufigste Krebserkrankung.
Es ist die zweithäufigste Krebserkrankung und die zweithäufigste Krebstodesursache.

Häufigkeitsgipfel: Die Erkrankung tritt vorwiegend nach dem 50. Lebensjahr auf (90 %), selten auch schon vor dem 40. Lebensjahr. Der Erkrankungsgipfel liegt bei 65 Jahren.

Jährlich erkranken in Deutschland ca. 61.000 Personen an einem Kolonkarzinom.

Die Inzidenz (Häufigkeit von Neuerkrankungen) in Europa schwankt zwischen 20 Erkrankungen pro 100.000 Einwohner pro Jahr (in Griechenland) und 40 Erkrankungen pro 100.000 Einwohner pro Jahr (in Deutschland). Deutschland steht bzgl. der Inzidenz in Europa für Frauen an erster und für Männer an vierter Stelle.

Verlauf und Prognose: Das Kolonkarzinom (Dickdarmkrebs) entwickelt sich langsam über Jahre bis Jahrzehnte, wobei der Betroffene anfangs keinerlei Symptome oder Beschwerden verspürt. Es bilden sich zunächst Adenome (gutartige drüsenbildende Tumoren der Dickdarm- oder Rektumschleimhaut) oder auch Polypen (gestielte Ausstülpungen der Mukosa, d. h. der Schleimhaut). Adenome sind noch kein Karzinom (Krebs), werden aber als Vorstadium des Kolonkarzinoms und als ernstes Warnsignal angesehen, da sie sich zu malignen Tumoren entwickeln können. Der Adenomgipfel tritt circa 10 Jahre vor Ausbruch eines Karzinoms auf. Mit zunehmender Größe des Adenoms nimmt auch das Risiko zu, an einem invasivem Karzinom zu erkranken. Durch eine Koloskopie (Darmspiegelung) können Adenome rechtzeitig erkannt und zugleich entfernt werden.
Das Kolonkarzinom tritt rezidivierend (wiederkehrend) auf. Je später ein Kolonkarzinom entdeckt wird, desto größer ist das Risiko für ein Rezidiv. Die Wahrscheinlichkeit für ein Lokalrezidiv (erneutes Auftreten eines Tumors im selben Bereich) liegt bei 10-30 %
, sodass nach Beendigung der Therapie eine regelmäßige Nachsorge bedeutsam ist.

Die Letalität (Sterblichkeit bezogen auf die Gesamtzahl der an der Krankheit Erkrankten) beträgt bis zu 50 %.

Die 5-Jahres-Überlebensrate liegt bei ca. 90-95 % beim Stadium I und II. Im Stadium III liegt sie noch bei 65 %, im Stadium IV nur bei 5 %. 

Leitlinien

  1. S3-Leitlinie: Kolorektales Karzinom. (AWMF-Registernummer: 021 - 007OL), November 2017 Kurzfassung Langfassung

     
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