Einleitung
Strahlenerkrankung des Dünndarmes (Strahlenenteritis)

Bei der Strahlenenteritis (Synonyme: Bestrahlungsschaden; Komplikation durch Strahlenbehandlung; Strahlenerkrankung des Dünndarmes; strahleninduzierte Enteropathie; ICD-10 T66: Nicht näher bezeichnete Schäden durch Strahlung) handelt es sich um eine Entzündung des Darmes, die durch Bestrahlung (Radiotherapie) am Abdomen (Bauch) oder Becken aufgrund eines Tumorleidens verursacht wurde.

Der Magen-Darm-Trakt zählt zu den mäßig strahlenempfindlichen Organsystemen, die Stammzellen des Dünndarmepithels jedoch zu den hoch strahlensensiblen Geweben.

Die Prävalenz (Krankheitshäufigkeit) bei Bestrahlungen von Becken- oder Bauchorganen liegt, 5 Tage nach Beginn, bei 80 % (in Deutschland). Bei Tumoren der Beckenorgane sind besonders das Ileum (Krummdarm) und die distalen (entfernten) Abschnitte des Kolons (Dickdarms) betroffen.

Verlauf und Prognose: Die Beeinträchtigung der Mukosazellen (Schleimhautzellen) führt zu einer eingeschränkten Dünn- und Dickdarmfunktion, in deren Folge Nahrungsbestandteile je nach Grad der Schädigung nur noch ungenügend resorbiert (aufgenommen) werden.
Neben der akuten Strahlenenteritis gibt es auch eine chronische Strahlenenteritis. Sie tritt häufig verspätet auf. Die Latenzzeit zwischen der Radiatio (Bestrahlung) und dem Auftreten der Enterokolitis kann zwischen wenigen Monaten und mehreren Jahren schwanken. 


     
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