Einleitung
Mundtrockenheit (Xerostomie)

Xerostomie (ICD-10 R68.2: Mundtrockenheit, nicht näher bezeichnet) bezeichnet das Symptom der Mundtrockenheit. Des Weiteren wird Xerostomie und Hyposalivation (Sekretion zu geringer Speichelmengen) oder Oligosialie Oligosialie (< 3,5 ml Speichel/ in 5 Minuten) meist als subjektiv empfundene Mundschleimhauttrockenheit in Kombination mit einer starken Reduktion des Ruhespeichelflusses (Gesamtruhespeichelfließrate: < 0,1 ml/min; stimulierte Gesamtspeichelfließrate: < 0,5 ml/min) definiert.

Normalerweise produzieren die Speicheldrüsen täglich zwischen 500 und 1.500 ml Speichel. In Ruhe wird deutlich weniger Speichel gebildet (Ruhespeichel) als bei Stimulation durch einen Reiz (stimulierter Speichel). Speichel schützt und reinigt die Mundhöhle.

Mundtrockenheit kann physiologisch in Stresssituationen, bei Mundatmung oder als Alterserscheinung auftreten. Sie kann jedoch auch Symptom einer Erkrankung oder Nebenwirkung von Medikamenten (häufig) bzw. Therapien sein.

Häufigkeitsgipfel: Das Symptom tritt vorwiegend im höheren Lebensalter auf, da ältere Menschen häufig Medikamente einnehmen müssen, die zur Mundtrockenheit führen können. Des Weiteren trinken sie aufgrund des nachlassenden Durstgefühls weniger und die Speichelproduktion lässt altersbedingt nach.

Eine Xerostomie kann Symptom vieler Erkrankungen sein (wie unter "Differentialdiagnosen"). 

Verlauf und Prognose: In der Mehrheit der Fälle ist Mundtrockenheit von kurzer Dauer und verschwindet durch einfache Maßnahmen wie viel Trinken wieder. Treten zusätzlich Beschwerden wie Schmerzen beim Kauen, Schlucken oder Sprechen auf, sollte ein Arzt aufgesucht werden.


     
Die auf unserer Homepage für Sie bereitgestellten Gesundheits- und Medizininformationen ersetzen nicht die professionelle Beratung oder Behandlung durch einen approbierten Arzt.
DocMedicus Suche

 
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
ArztOnline.jpg
 
DocMedicus                          
Gesundheitsportal

Unsere Partner DocMedicus Verlag