Aktuelles zur Coronavirus-Infektion
Diaminoxidase (DAO)

Die Diaminoxidase (DAO, Histaminase) (engl. diamine oxidase) ist ein kupferhaltiges Enzym (es enthält zwei Kupferatome im aktiven Zentrum und hat das Vitamin B6 als Cofaktor), das Histamin und andere biogene Amine (wie beispielsweise; Cadaverin, Feruloylputresin, Dopamin, Phenethylamin/Phenylethylamin, Putrescin, Serotonin, Spermidin, Spermin, Synnephrin, Tryptamin, Tyramin, Noradrenalin etc.) abbauen kann.

Ein Mangel an DAO soll zur sogenannten Histaminintoleranz führen: Personen mit einer nicht-immunologisch vermittelten Hypersensitivität auf biogene Amine fehlt das für den Aminabbau nötige Enzym (Diaminoxidasekonzentration (DAO) im Darmtrakt und Histaminmethyltransferase in der Leber) beziehungsweise weisen einen Enzymdefekt auf.

Das Verfahren

Benötigtes Material

  • EDTA-Plasma bzw. Blutserum
  • Frisch abgenommene Proben (Plasma oder Serum) müssen unmittelbar nach der Blutabnahme zentrifugiert und gekühlt aufbewahrt werden.

Vorbereitung des Patienten

  • Nicht nötig       

Störfaktoren

  • Die DAO-Aktivität kann durch Substanzen wie Alkohol oder Medikamente (N-Acetylcystein, Ambroxol, Aminophyllin, Amitriptylin, Chloroquin, Clavulansäure, Isoniazid, Metamizol, Metoclopramid, Propafenon, Verapamil u. v. m.) gehemmt werden.

Normwerte

DAO-Aktivität U/ml
Sehr geringe Enzymaktivität
< 3
Mittlere Enzymaktivität 3-10
Normale Enzymaktivität
> 10

Indikationen

  • Verdacht auf Histaminintoleranz (Pseudoallergien)
  • Verdacht auf DAO-Mangel bei entzündlichen Darmerkrankungen bzw. durch aktivitätshemmende Substanzen (siehe oben unter Störfaktoren)

Interpretation

Interpretation erhöhter Werte

  •  Nicht krankheitsrelevant

Interpretation erniedrigter Werte

  • DAO-Mangel

Weitere Hinweise

  • Bei histaminintoleranten Patienten findet man sehr oft neben einer erniedrigten DAO-Aktivität und erhöhtem Histaminwert zusätzlich niedrige Vitamin B6- und Kupfer-Spiegel.
  • Alkohol mindert die Enzymaktivität der DAO (Diaminoxidase) und verstärkt die Resorption von Histamin! Dieses führt gleichzeitig zu einer nicht IgE-vermittelten Freisetzung von Histamin aus den Mastzellen und basophilen Granulozyten.

     
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