Ursachen
Latente metabolische – stoffwechselbedingte – Azidose

Pathogenese (Krankheitsentstehung)

Bei einer latenten metabolischen Azidose sind die basischen Pufferreserven im Blut schon nahezu aufgebraucht wurden, es ist aber noch nicht zu einer pH-Wert-Verschiebung des Blutes unter 7,36 gekommen. Das heißt, bei der latenten metabolischen Azidose ist die Homöostase des pH-Wertes in seinen engen Grenzen zwischen 7,38 und 7,42 noch gegeben.

Ätiologie (Ursachen)

Biographische Ursachen

  • Abnahme der Funktionsreservekapazität der Niere – beginnend circa ab dem 40. Lebensjahr – für die Ausscheidung von Säureäquivalenten, das bedeutet, die Niere verliert zunehmend die Fähigkeit, durch Ausscheidung von Säureäquivalenten im Falle einer Azidose regulativ zu wirken und durch eine chronische Niereninsuffizienz im Alter:
    • Abnahme der Kreatinin-Clearance
    • Erschöpfung der renalen Steigerungsmöglichkeit der Ammoniumproduktion und -ausscheidung bei andauernder Säurebelastung
    • Renaler Plasmafluss nimmt pro Dekade um circa 10 % ab
    • Zunehmende tubuläre Azidose durch Abnahme der Regeneration der wichtigsten Puffersubstanz Bicarbonat (HCO3) im oberen Tubulusabschnitt (proximaler Tubulus)

Verhaltensbedingte Ursachen

  •  Ernährung
    • Diäten (Hungerkuren; Katabolismus))
    • Erhöhte Nahrungszufuhr Säure-bildender Lebensmittel (Fleisch, Fisch, Eier, Milch, Weißmehlprodukte, Fast Food, kohlensäurehaltigen Softdrinks, Zucker, Kaffee, Schwarztee und Alkohol) oder nicht ausreichende Aufnahme von Basen-spendenden Lebensmitteln (Obst, Gemüse, Kräutern und stillem Mineralwasser)
    • Hyperalimentation
    • Mikronährstoffmangel (Vitalstoffe) – Latenter Mikronährstoffmangel (Vitalstoffe), der zu einer Einschränkung der Enzymkapazität und damit zu einem Anstieg zellulärer Säuren führen kann – siehe Mikronährstofftherapie

Krankheitsbedingte Ursachen

  • Chronische Niereninsuffizienz
  • Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) 
  • Lebererkrankungen (Anstieg der hepatischen Säureproduktion)

Labordiagnosen – Laborparameter, die als unabhängige Risikofaktoren gelten

  • Glomeruläre Filtrationsrate (GFR) ↓
  • Hyperurikämie (Erhöhung des Harnsäurespiegels im Blut)
     
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