Angewandte Kinesiologie (Applied Kinesiology)

Die angewandte Kinesiologie (Applied Kinesiology) ist ein ganzheitliches diagnostisches Verfahren, welches mit Hilfe von Muskel-Tests Störungen im Organismus diagnostiziert.

Die Untersuchung der Muskel-Reaktionen kann auf zweierlei Art erfolgen.
Positive Reize, wie Heilmittel, können ausgetestet werden. Das heißt, der Behandler kann anhand der Muskel-Reaktion erkennen, ob der Körper ein bestimmtes Heilmittel benötigt.
Mittels
negativer Reize, wie beispielsweise einem potenziellen Allergen – allergieauslösendem Stoff – können schädliche Einflüsse auf den Körper festgestellt werden. Der Nachweis eines negativen Reizes – zum Beispiel eines potenzielles Allergens – ermöglicht die bewusste Vermeidung und stellt somit eine ursachenbezogene Behandlung dar.

Diese Methode wurde bereits in den 60er Jahren von dem amerikanischen Chiropraktiker George Goodheart bekannt gemacht. Die Methode basiert auf den Zusammenhängen von Bewegungsapparat, Stoffwechsel und Psyche.

Das Verfahren

Der Behandler testet zunächst den Muskel in seinem aktuellen Zustand.
Anschließend wird ein Reiz ausgeübt, die Muskelreaktion ist infolge des Reizes entweder stärker oder der Muskel ist geschwächt.
Der Behandler übt während der Muskeltestung einen Druck aus, der Patient muss mit aller Kraft dagegen halten. Dann erhöht der Behandler den Druck noch einmal um nur etwa 2-4 % und überprüft, ob der Patient auch weiterhin in der Lage ist, dem Druck standzuhalten oder ob der Muskel an Kraft verliert.


Für die Testungen werden verschiedene Muskeln benutzt, da jeder Muskel einem bestimmten Organ, einer Substanz oder einem Meridian zugeordnet ist.

Grundzustand der Muskulatur

Der Grundzustand eines Muskels kann in drei Kategorien eingeteilt werden:

  • Schwach (hypoton)
  • Normal (normoton)
  • Stark (hyperton)

Ein schwacher Muskel kann vom Patienten nicht richtig angespannt werden und kann dem Testdruck nicht standhalten. Er reagiert auf manuelle Behandlung oder Heilmittel beziehungsweise Medikamente entweder mit einer Stärkung bis hin zum normalen Zustand, oder aber, wenn die Behandlung oder das ausgewählte – zu testende – Medikament nicht geeignet ist, mit einer bleibenden Schwäche des Muskels.
Sind viele oder gar alle Muskeln eines Menschen schwach, befindet sich der Patient in einem Zustand der Erschöpfung. Hier gilt es, die Ursache für die Erschöpfung zu finden und zu behandeln, um Körper und Geist wieder zu stärken.

Ein normaler Muskel entwickelt genügend Kraft, um dem Druck des Behandlers entgegen zu wirken: Bei einem positiven Reiz, etwas was der Körper braucht, reagiert der Muskel mit einer Stärkung: Wird ein Reiz ausgeübt, der dem Körper eher schadet, zum Beispiel eine allergene Substanz, wird der Muskel hypoton – er wird geschwächt – oder hyperton. Der Körper ist folglich in der Lage, positive und negative Einflüsse zu erkennen und entsprechend auf sie zu reagieren.

Der starke Muskel reagiert weder auf positive noch auf negative Reize, er ist gleich bleibend stark.
Meist beruht eine zu starke Muskulatur auf zu viel Stress. Der Körper steht unter Dauerspannung. Diese gilt es mit entsprechenden Behandlungen abzubauen.

Die wichtigsten Diagnosemethoden

Therapielokalisation und Challenge
Bei dieser Form der AK wird zunächst ein normal reagierender Muskel aufgesucht. Anschließend berührt der Patient eine potentiell erkrankte Körperstelle mit seinem Finger. Der Muskel wird erneut getestet. Ist seine Reaktion verändert, ist die berührte Stelle gestört oder erkrankt. Diese Reaktion wird als positive Therapielokalisation bezeichnet. Tritt keine Veränderung der Muskelreaktion auf, handelt es sich demnach um eine negative Therapielokalisation.
Diese Methode wird unter anderem zur Zahnherddiagnostik angewendet.

Challenge
Bei dieser Methode wird der Patient einem sogenannten Testreiz ausgesetzt. Die Reaktion des Muskels auf diesen Reiz ist positiv, wenn seine Stärke sich ändert.

Es gibt fünf mögliche Reaktionen auf einen Reiz:

  • Schwächung eines normotonen oder hypertonen Muskels – der Reiz ist für den Körper negativ
  • Stärkung eines hypotonen Muskels – positive Wirkung auf den Körper
  • Unveränderte Stärke des Muskels – der Körper reagiert nicht auf den Reiz
  • Stärkung eines hypo- oder normotonen Muskels bis zum hypertonen Muskel – der Reiz löst starken Stress im Körper aus
  • Ein hypertoner Muskel wird normoton – optimaler Reiz, positive Wirkung auf den Körper

Zusammengefasst kann man sagen: Wird ein normaler Muskel durch einen Reiz schwach oder hyperton, handelt es sich um ein Zeichen dafür, dass der Körper diesen Reiz als negativ empfindet. Wird ein zu starker Muskel oder ein zu schwacher Muskel normoton, handelt es sich um einen für den Körper positiven Reiz.

Ihr Nutzen

Mittels der Kinesiologie können zahlreiche Störungen und Erkrankungen auf einfache, schmerzlose Weise diagnostiziert werden.

Die Untersuchung beruht auf einem ganzheitlichen Konzept und erkennt die Zusammenhänge zwischen Körper und Psyche. So können beispielsweise stressbedingte Erkrankungen nicht nur symptombezogen behandelt, sondern ursachenbezogen geheilt werden, indem der Stress abgebaut wird und der Körper somit zur Selbstheilung befähigt wird. Die breit gefächerten Anwendungsmöglichkeiten dieser Methode machen sie gleichzeitig auch so einzigartig. Das Verständnis für den Körper und das Zusammenspiel aller seiner Bestandteile bildet die Grundlage für Diagnose und Therapie, die auf langfristige Heilung abzielen. Somit ermöglicht die Kinesiologie Ihnen die Wiederherstellung Ihrer Gesundheit und damit einhergehend von Wohlbefinden, Lebensfreude und Vitalität.


     
Die auf unserer Homepage für Sie bereitgestellten Gesundheits- und Medizininformationen ersetzen nicht die professionelle Beratung oder Behandlung durch einen approbierten Arzt.
DocMedicus Suche

 
   -
   -
ArztOnline.jpg
 
DocMedicus                          
Gesundheitsportal

Unsere Partner DocMedicus Verlag