Aktuelles zur Coronavirus-Infektion
Topoisomerase-Inhibitoren
Zytostatikatherapie
Wirkstoffe Dosierung Besonderheiten
Irinotecan 100 mg/m² i. v. über 90 Minuten [15]

Irinotecan ist ein Prodrug (inaktive Substanz), das erst nach Aktivierung in der Leber zytotoxisch wirkt.

Beachte: Bei langsamen UGT1A1-Metabolisierern, z. B. bei Homozygotie für UGT1A1*28- oder *6-Varianten, wie beim Gilbert-Syndrom, besteht nach Behandlung mit Irinotecan ein erhöhtes Risiko für schwere Neutropenie und Durchfall. Das Risiko steigt mit der Dosis von Irinotecan [1].

Etoposid 200 mg/m² i. v. [16] Etoposid wirkt allergen und kann zur Reduktion des Blutdrucks führen
  • Wirkweise: Durch Hemmung der Topoisomerase I oder II wird die Apoptose (programmierter Zelltod) hervorgerufen. In vielen Tumoren ist die Topoisomerase hochreguliert (gesteigerte Aktivität).
  • Nebenwirkungen: Schwere Diarrhoe (Durchfall), Allergien, Leukopenie (Mangel an weißen Blutkörperchen/Leukozyten), Thrombopenien (Mangel an Blutplättchen/Thrombozyten), Nausea (Übelkeit), Erbrechen − je nach Arzneimittel

Die oben aufgeführten Wirkungen, Indikationen, Nebenwirkungen und Substanzen stellen einen Überblick dar und haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.    

Literatur

  1. Rote-Hand-Brief zu Irinotecan-haltigen Arzneimitteln (Wirkstoff: Irinotecanhydrochlorid 3 H2O): Arzneimitteltoxizität bei Patienten mit verringerter UGT1A1-Aktivität AkdÄ Drug Safety Mail | 2021-65
     
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