Die Ursache der Harnsteinbildung ist noch nicht vollständig geklärt. Eindeutig ist jedoch, dass es sich um ein multifaktorielles Geschehen handelt.
Harnsteine entstehen dadurch, dass Salze wie beispielsweise Calciumoxalat im Urin nicht mehr gelöst vorkommen, sondern ausgefällt werden – sie treten dann als Kristalle auf, die sich zu immer größeren Gebilden zusammenfügen und irgendwann mit den beschriebenen Symptomen auffallen.
Biographische Ursachen
- Renale tubuläre Azidose – genetischer Defekt der Niere
- Lesch-Nyhan-Syndrom – angeborene Stoffwechselstörung
- Hereditäre Hyperoxalurie – angeborene Stoffwechselstörung, bei der zuviel Oxalat im Urin vorkommt
- Urologische Eingriffe oder Operationen
- Zystinurie – angeborene Störung der Niere
Verhaltensbedingte Ursachen
- Adipositas (Übergewicht)
- Dehydrierung – Austrocknung des Körpers durch Flüssigkeitsverlust oder mangelnde Flüssigkeitsaufnahme
- Fehlernährung
- Immobilität
Krankheitsbedingte – behandelbare – Ursachen
- Anorexia nervosa (Magersucht)
- Benige Prostatahyperplasie – gutartige Vergrößerung der Vorsteherdrüse (Prostataadenom)
- Harnabflussstörungen
- Harnwegsinfekte
- Hyperkalzämie – zu hoher Blutkalziumspiegel
- Hyperoxalurie – zu hoher Blutoxalatspiegel – bei verschiedenen Erkrankungen wie Morbus Crohn – (chronisch-entzündliche Darmerkrankung), Pankreasinsuffizienz – Funktionsverminderung der Bauchspeicheldrüse – oder nach operativer Therapie bei Adipositas (Fettsucht)
- Hyperparathyreoidismus – Nebenschilddrüsenüberfunktion
- Hyperurikämie – erhöhter Harnsäurespiegel im Blut
- Maligne Tumoren (Krebserkrankungen)
Medikamente
- Chronische Antibiotikatherapie – Medikamente zur Therapie von bakteriellen Infekten
- Laxantienabusus – Abhängigkeit von Abführmitteln
- Überdosierung von Vitamin D zur Rachitis-Prophylaxe – Vorbeugung der Knochenerweichung bei Kindern












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