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Einleitung
Harninkontinenz

Als Harninkontinenz wird die Unfähigkeit des Zurückhaltens von Harn bezeichnet.

Die Harninkontinenz kann vorübergehend auftreten oder aber eine bleibende Erkrankung darstellen.

Die Harninkontinenz kann nach verschiedenen Ursachen eingeteilt werden

  • Stressinkontinenz – Urinverlust bei körperlicher Anstrengung nach verschiedenem Schweregrad
    - Urinverlust bei Husten oder Niesen (Grad 1)
    - Urinverlust beim Gehen, Treppensteigen oder Aufstehen (Grad 2)
    - Urinverlust im Liegen (Grad 3)
  • Dranginkontinenz – Urinverlust bei imperativem – unaufschieblichem – Harndrang
  • Reflexinkontinenz – Urinabgang durch die Überaktivität des Schließmuskels
  • Überlaufinkontinenz – Urinabgang, wenn der Druck in der gefüllten Blase den Druck des Schließmuskels übersteigt
  • Extraurethrale Harninkontinenz – die Ursache liegt außerhalb der Harnblase; mögliche Ursachen sind Blasenfisteln oder ektop – außerhalb des richtigen Ortes – mündender Harnleiter

Die Stressinkontinenz ist bei Frauen die am weitesten verbreitete Form der Harninkontinenz mit 55 %, während bei den Männern die Dranginkontinenz mit 39 % am häufigsten ist.

Insgesamt besteht bei bis zu 50 % der Frauen zumindest zeitweise eine Harninkontinenz. Aber nur bei 5-10 % ist diese dann behandlungsbedürftig.


     
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