Die chronische Niereninsuffizienz – chronische Nierenschwäche – bezeichnet einen Prozess, der zu einer langsam fortschreitenden Verringerung der Nierenfunktion führt.
Die häufigsten Ursachen sind dabei der Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) und die Hypertonie (Bluthochdruck).
Bei der chronischen Niereninsuffizienz steigen die so genannten harnpflichtigen Substanzen (Substanzen, die mit dem Urin aus dem Körper gespült werden müssen) Harnstoff, Harnsäure und Kreatinin im Blut an. Diesen Vorgang nennt man Azotämie.
Die chronische Niereninsuffizienz endet im terminalen Nierenversagen, bei dem nur noch die Hämodialyse (Blutwäsche) oder die Nierentransplantation (Einpflanzen eines Spenderorgans) vor dem Tod durch Urämie (Harnvergiftung) schützen können.
Die Prävalenz der chronischen Niereninsuffizienz nimmt in den Industrieländern kontinuierlich zu. Einer von 10000 Bürgern ist betroffen. Die Anzahl der Dialyse-Patienten lag im Jahr 2003 bei circa 60.000, 20.000 lebten mit einem Nierentransplantat. Die Tendenz ist weiter steigend.
Die chronische Niereninsuffizienz wird in die fünf folgenden Stadien eingeteilt
| Stadium | Beschreibung | GFR (ml/min pro 1,73m²) |
| 1 | Nierenschädigung mit normaler oder erhöhter GFR | 90 |
| 2 | Nierenschädigung mit leicht eingeschränkter GFR | 60-89 |
| 3 | Moderat eingeschränkte GFR | 30-59 |
| 4 | Schwer eingeschränkte GFR | 15-29 |
| 5 | Nierenversagen | < 15 (oder Dialysepflicht) |
Die glomeruläre Filtrationsrate (GFR) gibt an, wie gut die so genannten harnpflichtigen Substanzen Harnsäure, Harnstoff und Kreatinin ausgeschieden werden. Über diesen Wert lässt sich die Nierenschädigung am besten erkennen. Der Normalwert liegt bei 95-110ml/min pro 1,73m².
Harnpflichtig bedeutet, dass die Substanzen normalerweise mit dem Urin ausgeschieden werden müssen, da sie sonst zu Vergiftungserscheinungen führen würden.













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