Die Anamnese – Krankengeschichte – stellt einen wichtigen Baustein in der Diagnostik der Unterernährung dar
Familienanamnese
Soziale Anamnese
- Emotionaler Stress
- Armut
- Einsamkeit
- Trauer
Vegetative Anamnese
- Anzahl der täglichen Mahlzeiten
- Appetit
- Nahrungsmittelauswahl (Mischkost oder vegetarische Kost)
- Essverhalten (kann anhand eines Ernährungsprotokolls dargestellt werden)
- Gewichtsentwicklung
- Hungergefühl
- Durstgefühl
- Alkoholkonsum
- Rauchen
- Drogenkonsum
- Chronischer Schmerz
- Körperliche Bewegung
Eigenanamnese inklusive Medikamentenanamnese
- Vorerkrankungen
- Operationen
- Begleitende Erkrankungen wie Entzündungen von Mund und Ösophagus – Speiseröhre
Mangelernährungs-Test
Durch die Beantwortung der folgenden sieben Fragen lässt sich häufig schon eine gute Aussage über die Ernährungssituation erreichen
- Ist ein ungewollter Gewichtsverlust festzustellen?
- Wird das Essen oft nicht aufgegessen?
- Fällt das Kauen und schlucken schwer?
- Wird weniger als 1,5 l Flüssigkeit pro Tag getrunken?
- Kommt es häufig zu Durchfall (mehr als dreimal pro Woche)?
- Liegen Wundheilungsstörungen vor?
- Liegt der Body-Mass Index (BMI) im roten Bereich?
Wenn bei keiner Frage mit JA geantwortet wurde, liegt kein Risiko für eine Mangelernährung vor.
Wenn bei einer Frage mit JA geantwortet wurde, so sollte der Verlauf genau beobachtet werden, Wunschkost bereitgestellt werden und/oder eine Diätberatung durchgeführt werden.
Wenn zweimal mit JA geantwortet wurde, so besteht die Gefahr der Mangelernährung. Es sollte eine gezielte Hilfe zur Nahrungsaufnahme begeben werden und/oder Nahrungsergänzungsmittel angeboten werden.
Wenn drei- oder mehrmals mit JA geantwortet wurde, so liegt eine Mangelernährung vor.












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