Ernährung bei schlafmedizinischen Störungen
Therapeutische Diäten und krankheitsbezogene Ernährung umfassen Ernährungsformen mit klar definierter medizinischer Indikation. Bei schlafmedizinischen Erkrankungen gewinnt die Ernährung zunehmend an Bedeutung, da Schlafqualität und Tagesvigilanz eng mit neuroendokrinen Regulationsmechanismen, dem Glukose- und Energiestoffwechsel sowie entzündlichen Prozessen verknüpft sind.
Aus ernährungsmedizinischer Sicht zielen schlafmedizinische Ernährungskonzepte darauf ab, zirkadiane Rhythmen zu stabilisieren, neuroendokrine Stressachsen zu modulieren und metabolische Fehlanpassungen zu reduzieren, die Schlafstörungen und Tagesmüdigkeit begünstigen. Die diätetische Strategie orientiert sich an der jeweiligen Schlafstörung, dem individuellen Stoffwechsel- und Lebensrhythmus sowie an begleitenden hormonellen, metabolischen und entzündlichen Faktoren.
Schlafmedizinische Erkrankungen
Zu den therapeutischen Ernährungskonzepten bei schlafmedizinischen Erkrankungen zählen insbesondere folgende Ansätze:
- Ernährungstherapie bei Insomnie – schlafunterstützende und zirkadian ausgerichtete Ernährungskonzepte zur Förderung der Schlafarchitektur, Reduktion nächtlicher Hyperarousal-Zustände und Stabilisierung des Glukose- und Stressstoffwechsels
- Ernährungstherapie bei schichtarbeitsassoziierter Schlafstörung – metabolisch und zeitlich adaptierte Ernährung zur Reduktion circadianer Fehlanpassung, Verbesserung der Schlafqualität und Prävention schichtarbeitsassoziierter Stoffwechselstörungen
- Ernährungstherapie bei chronischer Tagesmüdigkeit (nicht pulmonal) – stabilisierende, blutzucker- und entzündungsmodulierende Ernährungskonzepte zur Verbesserung der Tagesvigilanz, Reduktion ernährungsbedingter Leistungseinbrüche und Unterstützung der kognitiven Leistungsfähigkeit
Die nachfolgenden Einzelbeiträge stellen diese Ernährungskonzepte jeweils eigenständig dar und ermöglichen eine differenzierte ernährungsmedizinische Einordnung im Hinblick auf Evidenzlage, therapeutischen Stellenwert und praktische Umsetzung im klinischen Alltag.
Alle genannten Beiträge werden derzeit fachlich evaluiert und redaktionell aufbereitet. Die Veröffentlichung erfolgt schrittweise innerhalb der nächsten zwei Monate.