Pflanzlich geprägte Ernährungsformen

Pflanzlich geprägte Ernährungsformen stellen eine weitere wichtige Gruppe der Dauerernährung dar und zeichnen sich durch einen überwiegend pflanzenbasierten Lebensmittelanteil aus. Sie sind nicht primär auf eine kurzfristige Gewichtsreduktion ausgerichtet, sondern als langfristig praktikable Ernährungsmuster konzipiert, die sowohl präventivmedizinische als auch ökologische und ethische Aspekte berücksichtigen.

Aus ernährungsmedizinischer Perspektive basieren pflanzlich geprägte Ernährungsformen auf einer hohen Zufuhr von Gemüse, Obst, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Nüssen und Samen. Je nach Ausprägung können tierische Lebensmittel in unterschiedlichem Umfang integriert oder vollständig ausgeschlossen sein. Zentrale ernährungsphysiologische Fragestellungen betreffen dabei insbesondere die Proteinqualität, die Versorgung mit essenziellen Fettsäuren sowie potenziell kritische Mikronährstoffe.

Diese Ernährungsformen gewinnen zunehmend an Bedeutung in der Prävention kardiovaskulärer Erkrankungen, metabolischer Störungen und chronisch-entzündlicher Prozesse. Sie eignen sich für verschiedene Zielgruppen, darunter gesundheitsbewusste Erwachsene, Patienten mit erhöhtem kardiometabolischem Risiko sowie Personen mit ethisch oder ökologisch motivierter Ernährungsweise. Eine fachlich fundierte Planung und gegebenenfalls gezielte Supplementierung sind dabei essenziell, um eine langfristig adäquate Nährstoffversorgung sicherzustellen.

Innerhalb der pflanzlich geprägten Ernährungsformen existieren unterschiedliche Konzepte, die sich hinsichtlich des Anteils tierischer Lebensmittel, der Strenge der Umsetzung und der ernährungsphysiologischen Zielsetzung unterscheiden. Zu den wichtigsten Formen zählen:

Die nachfolgenden Einzelbeiträge stellen diese Ernährungsformen jeweils eigenständig dar und gehen auf deren ernährungsphysiologische Grundlagen, potenzielle Vorteile, Limitationen sowie den gezielten Einsatz in Prävention und ernährungsmedizinischer Beratung ein.