Ernährung bei pulmonologischen Erkrankungen
Therapeutische Diäten und krankheitsbezogene Ernährung umfassen Ernährungsformen mit klar definierter medizinischer Indikation. Bei pulmonologischen Erkrankungen kommt der Ernährung eine besondere Bedeutung zu, da ventilatorische Einschränkungen, chronische Inflammation und erhöhte metabolische Anforderungen den Energie- und Nährstoffbedarf maßgeblich beeinflussen und wesentlich zum Krankheitsverlauf beitragen können.
Aus ernährungsmedizinischer Sicht zielen pulmonologische Ernährungskonzepte darauf ab, die ventilatorische Effizienz zu unterstützen, katabole Stoffwechsellagen zu vermeiden und die körperliche Leistungsfähigkeit zu erhalten. Die diätetische Strategie berücksichtigt dabei die erhöhte Atemarbeit, inflammatorische Prozesse, den Muskelabbau sowie krankheitsspezifische Besonderheiten einzelner pulmonaler Erkrankungen.
Pulmonologische Erkrankungen
Zu den therapeutischen Ernährungskonzepten bei pulmonologischen Erkrankungen zählen insbesondere folgende Ansätze:
- Ernährungstherapie bei chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) – evidenzbasierte energie- und proteinadaptierte Ernährung zur Prävention von Muskelabbau, Verbesserung der Belastbarkeit und Reduktion der Atemarbeit
- Ernährungstherapie bei Asthma bronchiale – unterstützende Ernährung zur Gewichtskontrolle, Reduktion systemischer Inflammation und Verbesserung der Lungenfunktion bei adipösen und metabolisch belasteten Patienten
- Ernährungstherapie bei pulmonaler Hypertonie (PH; Lungenhochdruck) – individuell angepasste Ernährung zur Unterstützung der Leistungsfähigkeit sowie zum Management von Volumen- und Natriumhaushalt
- Ernährungstherapie bei Mukoviszidose (zystische Fibrose) – hochkalorische, nährstoffdichte Ernährung zur Kompensation erhöhter Energieverluste und Behandlung malabsorptiver Zustände
- Ernährungstherapie bei schlafbezogenen Atmungsstörungen (z. B. obstruktive Schlafapnoe) – gewichts- und metabolisch orientierte Ernährung zur Reduktion der ventilatorischen Belastung und Verbesserung der Atemregulation
Die nachfolgenden Einzelbeiträge stellen diese Ernährungskonzepte jeweils eigenständig dar und ermöglichen eine differenzierte ernährungsmedizinische Einordnung im Hinblick auf pathophysiologische Zusammenhänge, therapeutischen Nutzen und praktische Umsetzbarkeit im klinischen Alltag.
Alle genannten Beiträge werden derzeit fachlich evaluiert und redaktionell aufbereitet. Die Veröffentlichung erfolgt schrittweise innerhalb der nächsten zwei Monate.