Ernährung bei reproduktionsmedizinischen Erkrankungen

Therapeutische Diäten und krankheitsbezogene Ernährung umfassen Ernährungsformen mit klar definierter medizinischer Indikation. Bei reproduktionsmedizinischen Erkrankungen kommt der Ernährung eine zentrale Bedeutung für die hormonelle Regulation, die Qualität der Gameten, die endometriale Funktion sowie die Modulation entzündlicher und metabolischer Einflussfaktoren zu.

Aus ernährungsmedizinischer Sicht zielen reproduktionsmedizinische Ernährungskonzepte darauf ab, hormonelle und metabolische Voraussetzungen für eine erfolgreiche Fertilität zu optimieren, oxidativen Stress zu reduzieren und immunologische Fehlregulationen günstig zu beeinflussen. Die diätetische Strategie orientiert sich an der zugrunde liegenden reproduktionsmedizinischen Störung, dem individuellen Hormon- und Stoffwechselstatus sowie an begleitenden entzündlichen und kardiometabolischen Faktoren.

Reproduktionsmedizinische Erkrankungen

Zu den therapeutischen Ernährungskonzepten bei reproduktionsmedizinischen Erkrankungen zählen insbesondere folgende Ansätze:

  • Ernährungstherapie bei weiblicher Infertilität (Sterilität) – evidenzbasierte Ernährungskonzepte zur Unterstützung der ovulatorischen Funktion, Verbesserung der endometrialen Rezeptivität und Reduktion metabolischer sowie inflammatorischer Störfaktoren
  • Ernährungstherapie bei männlicher Infertilität (Sterilität) – gezielte ernährungsmedizinische Strategien zur Förderung der Spermatogenese, Reduktion oxidativen Stresses und Verbesserung der Spermienqualität unter Berücksichtigung hormoneller und metabolischer Einflussgrößen
  • Ernährungstherapie bei Endometriose – entzündungsmodulierende und hormonregulierende Ernährungskonzepte zur Reduktion chronischer Entzündungsaktivität, Linderung zyklusassoziierter Beschwerden und Unterstützung der reproduktiven Funktion

Die nachfolgenden Einzelbeiträge stellen diese Ernährungskonzepte jeweils eigenständig dar und ermöglichen eine differenzierte ernährungsmedizinische Einordnung im Hinblick auf Evidenzlage, therapeutischen Stellenwert und praktische Umsetzung im klinischen Alltag.

Alle genannten Beiträge werden derzeit fachlich evaluiert und redaktionell aufbereitet. Die Veröffentlichung erfolgt schrittweise innerhalb der nächsten zwei Monate.