Ernährung bei psychischen Störungen
Therapeutische Diäten und krankheitsbezogene Ernährung umfassen Ernährungsformen mit klar definierter medizinischer Indikation. Bei psychischen Erkrankungen kommt der Ernährungstherapie eine ergänzende, unterstützende Rolle zu, da sie neurobiologische, metabolische und inflammatorische Prozesse beeinflussen kann und damit zur Stabilisierung psychischer Funktionen, zur Verbesserung der Therapieverträglichkeit sowie zur Prävention somatischer Begleiterkrankungen beiträgt.
Aus ernährungsmedizinischer Sicht zielen Ernährungskonzepte bei psychischen Erkrankungen darauf ab, neurobiologische Regulationsmechanismen zu unterstützen, stressassoziierte Stoffwechselveränderungen zu stabilisieren und therapiebedingte metabolische Risiken zu reduzieren. Die diätetische Strategie orientiert sich an der jeweiligen psychiatrischen Indikation, dem individuellen Stoffwechsel- und Ernährungsstatus sowie an begleitenden entzündlichen, hormonellen und kardiometabolischen Faktoren.
Psychische Erkrankungen
Zu den therapeutischen Ernährungskonzepten bei psychischen Erkrankungen zählen insbesondere folgende Ansätze:
- Ernährungstherapie bei depressiven Störungen – entzündungsmodulierende und nährstoffdichte Ernährung zur Unterstützung neurobiologischer Regulationsmechanismen und zur Reduktion depressiver Symptomatik
- Ernährungstherapie bei Angststörungen – stabilisierende Ernährungskonzepte zur Unterstützung der Stressachsen-Regulation und Vermeidung blutzuckerbedingter vegetativer Symptomverstärkung
- Ernährungstherapie bei bipolaren Störungen – strukturierte, metabolisch stabile Ernährung zur Unterstützung der Stimmungsstabilisierung und Reduktion therapieassoziierter metabolischer Nebenwirkungen
- Ernährungstherapie bei Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) – eliminations- und mikronährstoffadaptierte Ernährung zur unterstützenden Behandlung neurokognitiver Dysregulation
- Ernährungstherapie bei Essstörungen – indikationsspezifische Ernährungskonzepte zur Wiederherstellung des Ernährungsstatus, metabolischer Stabilisierung und Prävention somatischer Komplikationen
Die nachfolgenden Einzelbeiträge stellen diese Ernährungskonzepte jeweils eigenständig dar und ermöglichen eine differenzierte ernährungsmedizinische Einordnung im Hinblick auf Evidenzlage, therapeutischen Stellenwert und praktische Umsetzung im psychiatrischen Kontext.
Alle genannten Beiträge werden derzeit fachlich evaluiert und redaktionell aufbereitet. Die Veröffentlichung erfolgt schrittweise innerhalb der nächsten zwei Monate.