Ernährung bei immunologischen Erkrankungen und Immundefekten
Therapeutische Diäten und krankheitsbezogene Ernährung umfassen Ernährungsformen mit klar definierter medizinischer Indikation. Im Bereich immunologischer Erkrankungen und Immundefekte kommt der Ernährung eine zentrale unterstützende Rolle zu, da eine adäquate Energie- und Nährstoffversorgung wesentlich zur Aufrechterhaltung der Immunfunktion, zur Reduktion infektassoziierter Komplikationen und zur Prävention sekundärer Folgeschäden beiträgt.
Aus ernährungsmedizinischer Sicht zielen Ernährungskonzepte bei Immunstörungen darauf ab, die angeborene und adaptive Immunantwort zu unterstützen, immunologisch relevante Mangelzustände zu vermeiden und Barrierefunktionen von Haut und Schleimhäuten zu stabilisieren. Die diätetische Strategie orientiert sich an der Art und Ursache der Immunstörung, dem individuellen Ernährungs- und Stoffwechselstatus sowie an begleitenden inflammatorischen, metabolischen oder therapieassoziierten Einflussfaktoren.
Immunologische Erkrankungen und Immundefekte
Zu den therapeutischen Ernährungskonzepten bei immunologischen Erkrankungen und Immundefekten zählen insbesondere folgende Ansätze:
- Ernährungstherapie bei primären Immundefekten – individuell angepasste, nährstoffoptimierte Ernährungskonzepte zur Unterstützung der Immunzellfunktion, Reduktion infektiöser Komplikationen und Prävention ernährungsassoziierter Mangelzustände
- Ernährungstherapie bei sekundären Immundefekten (z. B. altersassoziiert, krankheits- oder therapiebedingt) – bedarfsadaptierte Ernährungskonzepte zur Stabilisierung der Immunabwehr, Unterstützung epithelialer und mukosaler Barrierefunktionen sowie Reduktion infektassoziierter Morbidität
- Ernährungstherapie bei immunologischer Schwäche und erhöhter Infektanfälligkeit – evidenzbasierte Ernährung zur Sicherstellung einer adäquaten Energie-, Protein- und Mikronährstoffzufuhr unter Berücksichtigung inflammatorischer, metabolischer und funktioneller Einflussfaktoren
Die nachfolgenden Einzelbeiträge stellen diese Ernährungskonzepte jeweils eigenständig dar und ermöglichen eine differenzierte ernährungsmedizinische Einordnung im Hinblick auf Indikationsstellung, Evidenzlage, therapeutischen Stellenwert, potenzielle Risiken sowie die praktische Umsetzung und Adhärenz im klinischen Alltag.
Alle genannten Beiträge werden derzeit fachlich evaluiert und redaktionell aufbereitet. Die Veröffentlichung erfolgt schrittweise innerhalb der nächsten zwei Monate.