Es werden Teile der Schleimhaut oder anderes Gewebe wie z. B. Polypen oder Myome (gutartige Gebärmuttermuskelknoten) ganz oder teilweise entfernt um mikroskopisch (histologisch) untersucht zu werden.
Folgende Indikationen (Heilanzeigen) machen eine Abrasio erforderlich:
- Metrorrhagie (Blutung außerhalb der eigentlichen Menstruation; sie ist meist verlängert und verstärkt, ein regelmäßiger Zyklus ist nicht erkennbar) in der Prämenopause (= Lebensspanne etwa beginnend vom 30. bis 48. Lebensjahr.)
- Ausbleibende Blutstillung nach Hormonbehandlung
- Postmenopausenblutung (Blutung, nach dem die letzte Blutung mindestens ein Jahr ausgeblieben ist)
- Unklare Ultraschallbefunde in der Gebärmutterhöhle (Polypen; Hyperplasien etc.)
Der Eingriff wird im Allgemeinen in Narkose durchgeführt. Nur selten erfolgt er in Regionalanästhesie (örtlicher Betäubung). Er dauert etwa 10 Minuten und wird meist ambulant durchgeführt. Meist wird vor dem Eingriff die Blase mittels eines Katheters entleert.
Nach der gynäkologischen Tastuntersuchung wird die Scheide mit den Spekula entfaltet und der Muttermund angehakt. Zunächst erfolgt die Ausschabung des Gebärmutterhalskanals (Zervikalkanals). Anschließend wird der innere Muttermund mittels so genannter Hegarstifte geweitet, so dass eine Curette (eine Art Löffel mit scharfen Rändern) in die Gebärmutterhöhle eingeführt und das zu entfernende Gewebe ausgeschabt werden kann. Da das Gewebe in zwei Portionen (Fraktionen) entfernt und auch histologisch untersucht wird, spricht man von einer fraktionierten Abrasio. Dies ist insofern sinnvoll, weil dadurch zwischen Erkrankungen des Muttermundes und des Gebärmutterkörpers unterschieden werden kann. Das ist von großer Bedeutung, da in Abhängigkeit von der Lokalisation des Befundes – besonders bei einer bösartigen Erkrankung – eine unterschiedliche Behandlung durchgeführt werden muss.
Im Allgemeinen wird bei einer fraktionierten Abrasio heute vor der Ausschabung der Gebärmutterhöhle diese optisch mittels eines Hysteroskops gespiegelt. Dies gibt ein besseres Bild der Innenseite der Gebärmutterhöhle und erleichtert die ansonsten ohne Sicht auszuführende Ausschabung. Des Weiteren ermöglicht die Hysteroskopie sicher festzustellen, ob das zu entfernende Gewebe – zum Beispiel ein Polyp – wirklich vollständig entfernt werden konnte. Gegebenenfalls wird bei Nachweis einer nicht vollständigen Entfernung noch einmal curettiert oder mittels des Hysteroskops Gewebe zur Untersuchung entnommenen.













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