Einleitung

Obwohl dem heutigen modernen Menschen nicht nur industriell produzierte Lebensmittel, sondern auch reichlich gesunde und wertvolle Nahrung zur Verfügung steht, gibt ein Großteil den falschen Nahrungsmitteln den Vorzug. Ein zeitintensiver Arbeitstag oder Terminengpässe im Alltag von Jugendlichen sowie Erwachsenen sind die Ursachen, warum sich etliche Menschen für „Fastfood“ am Schnellimbiss, welches reich an Salz, Fett, Eiweiß und Cholesterin ist oder für schnell zubereitete Fertiggerichte mit meist hohem Zucker- und Energiewert entscheiden. Häufig ist der Genusswert eines Nahrungsmittels der Grund für dessen Auswahl und damit für einseitige Ernährungsgewohnheiten.

Im Gegensatz zu dem hohen Energiegehalt, haben solche Nahrungsmittel nur einen geringen Anteil an wertvollen Vitalstoffen (Mikronährstoffe), weil es während der Verarbeitung zu erheblichen Verlusten kommt.
In der heutigen Gesellschaft werden hohe Mengen Zucker und raffinierte kohlenhydratreiche Produkte wie Weißmehl und geschälter Reis anstelle von komplexen Kohlenhydraten – Vollkornprodukte, Kartoffeln – verzehrt [1]. Raffinierte Kohlenhydrate weisen aufgrund ihrer industriellen Verarbeitung neben ihrem hohen Zucker- und damit Energiegehalt kaum lebenswichtige Vitalstoffe (Mikronährstoffe) auf und erhöhen aus diesem Grund den individuellen Bedarf. Des Weiteren nimmt der Körper zuckerreiche Produkte schnell auf und verwertet sie: Der Glucose-Serumspiegel, das heißt der Blutzuckerspiegel im Blut, steigt sofort an, fällt aber auch rasch wieder ab. Solche Blutzuckerschwankungen sind in vielen Fällen der Auslöser für erneuten Heißhunger auf Süsses, da raffinierte Kohlenhydrate und Zucker nur kurzzeitig sättigen. Das ständige Auf und Ab des Blutzuckerspiegels kann außerdem zu Stimmungsschwankungen, Ermüdung, Kopfschmerzen sowie Depressionen führen [1].

Im Gegensatz dazu haben komplexe Kohlenhydrate, die viel zu selten für den Verzehr ausgewählt werden, einen hohen Ballaststoffgehalt und damit mehrere miteinander verbundene Energiemoleküle. Sie werden deshalb langsamer in unseren Blutkreislauf aufgenommen, verursachen keine plötzlichen Blutzuckerschwankungen und sorgen über einen längeren Zeitraum – im Unterschied zu raffinierten kohlenhydrat- und zuckerhaltigen Produkten – für ein Gefühl der Sättigung [1].

Hohe Energiemengen werden auch durch übermäßigen Alkoholkonsum aufgenommen,
da 7,1 Kalorien in einem Gramm Alkohol stecken. Durch diese einseitige Flüssigkeitsaufnahme kann der für den Körper notwendige Vitalstoffbedarf nicht gedeckt werden.

Literatur

  1. Schmidt E, Schmidt N: Leitfaden Mikronährstoffe. Kapitel 1.1, 13-16, Urban & Fischer Verlag; München, Februar 2004

 

     
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