Die am häufigsten auftretende Überempfindlichkeit ist die Unverträglichkeit von Milchzucker – Lactoseintoleranz (Synonyme: Alaktasie; Lactase; Lactose; Lactosemalabsorption; Lactosemangelsyndrom; Lactoseunverträglichkeit; Laktase; Laktasemangel; Laktose; Laktoseintoleranz; Laktoseintoleranzsyndrom; Laktosemalabsorption; Laktosemangelsyndrom; Lebensmittelintoleranz; Milchzuckerintoleranz; ICD-10: E73.- – Laktoseintoleranz). Bei dieser Verwertungsstörung ist die Aktivität der Disaccharidase Lactase vermindert oder fehlt ganz. Disaccharidasen haben die Aufgabe, die mit der Nahrung aufgenommenen oder bei der Verdauung komplexer Kohlenhydrate entstehenden Disaccharide in die Monosaccharide Glucose und Galactose zu spalten.
Zu unterscheiden ist der angeborene (hereditäre) – primäre Lactasemangel –, der erworbene Mangel an Disaccharidasen bei Erwachsenen und der sekundäre Lactasemangel.
Der erworbene Lactasemangel stellt sich bei bis dahin normaler Milchzuckerverträglichkeit aufgrund unbekannter Ursache ein. Diskutiert wird eine Schädigung der Dünndarmschleimhaut durch Virusinfekte [2]. Das sekundäre Fehlen der Disaccharidasen kann die Folge einer primären Darmerkrankung sein.
Häufig kommt es auch bei der gluteninduzierten Enteropathie zu einer Lactoseintoleranz. Bei völligem Verzicht auf die spezifischen Nahrungsbestandteile, heilt die Grunderkrankung ab und der sekundäre Mangel bildet sich zurück. Auch nach einer Magenresektion entwickelt sich bedingt durch die unphysiologische Belastung des Dünndarms (Dysbiose) in vielen Fällen ein Lactasemangel.












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