Sexualität und Partnerschaft – Medizinischer Überblick zu sexueller Gesundheit, Identität und Verhalten
Das DocMedicus Lexikon für Sexualmedizin bietet einen medizinisch fundierten Überblick zu zentralen Aspekten der Sexualität und Partnerschaft. Sexualität ist ein grundlegender Bestandteil des menschlichen Lebens und beeinflusst Gesundheit, Wohlbefinden, Fortpflanzung sowie soziale Identität. Partnerschaftliche Kontexte prägen wesentlich, wie Sexualität erlebt, entwickelt und stabilisiert wird.
Das Lexikon berücksichtigt biologische, psychische und soziale Dimensionen gleichermaßen und ordnet diese systematisch ein – von sexueller Identität und sexuellen Orientierungen über Sexualverhalten bis zu Prävention, Diagnostik und Therapie sexualmedizinischer Themen. Ziel ist es, evidenzbasiertes Wissen bereitzustellen, Orientierung zu geben und aktuelle Entwicklungen der Sexualmedizin sowie partnerschaftlicher Dynamiken abzubilden.
Die folgende Gliederung zeigt die zentralen Themenfelder.
Sexualität und Partnerschaft
Sexualität ist ein zentraler Bestandteil menschlicher Identität, Lebensqualität und Partnerschaft. Sie wird durch biologische, psychologische und soziale Faktoren beeinflusst und verändert sich im Verlauf des Lebens. Für sexuelle Gesundheit sind medizinische Aufklärung, Intimhygiene, ein reflektierter Umgang mit Vorlieben sowie eine offene partnerschaftliche Kommunikation entscheidend.
Im Mittelpunkt stehen dabei insbesondere Libido und Orgasmus, da beide die sexuelle Reaktionskette wesentlich bestimmen und in der sexualmedizinischen Beratung häufige Fragen auslösen. Die folgenden Beiträge erläutern die Entstehung und Einflussfaktoren der Libido sowie die physiologischen und neurobiologischen Mechanismen des Orgasmus:
- Libido – Entstehung, hormonelle Steuerung und Einflussfaktoren
Die Libido (sexuelles Verlangen) beschreibt das individuelle sexuelle Begehren und wird durch hormonelle, neurobiologische und psychosoziale Prozesse moduliert. - Orgasmus verstehen – Was im Körper und im Gehirn beim sexuellen Höhepunkt geschieht
Der Orgasmus ist der Höhepunkt sexueller Erregung und beruht auf einem komplexen neurovaskulären und emotionalen Zusammenspiel mit körperlichen und psychologischen Komponenten.
Dieses Themenfeld bietet eine strukturierte Übersicht zu praxisrelevanten Aspekten von Sexualität und Partnerschaft – von anatomischen Besonderheiten und Stimulation über Hygiene, Sexualpraktiken und Sicherheit bis zu Sexualität in besonderen Lebensphasen wie Schwangerschaft, Wochenbett und Alter.
Anatomische Besonderheiten und Stimulation
- Der G-Punkt
Medizinische Kontroversen, Lokalisation, Relevanz für weibliche sexuelle Erregung und orgasmische Reaktionen - Klitoris – das unbekannte Organ
Anatomie, neurophysiologische Bedeutung und klinische Relevanz in der Sexualmedizin
Genitalhygiene und Körperpflege
- Genitalhygiene für den Mann
Evidenzbasierte Empfehlungen zur Intimhygiene unter Berücksichtigung von Vorhautstatus, Hauterkrankungen und Altersaspekten - Genitalhygiene für die Frau
Empfehlungen zur täglichen Intimpflege, Umgang mit Scheidenausfluss (Fluor vaginalis), Menstruation und mikrobieller Flora - Menstruationshygiene
Medizinisch bewertete Produkte (Tampons, Menstruationstassen, Binden), Infektionsrisiken und individuelle Anpassung
Körpermodifikation im Intimbereich
- Intimpiercing beim Mann
Gängige Piercingarten, anatomische Risiken, Heilungsverlauf und sexuelle Auswirkungen - Intimpiercing bei der Frau
Anatomische Varianten, Risiken (z. B. Nervenschädigung), Infektionen und Komplikationen
Sexuelle Praktiken und Vorlieben
- Analverkehr
Medizinische Aspekte, Verletzungsrisiken, Hygieneregeln und Verhütungsfragen beim analen Geschlechtsverkehr - Sadismus und Masochismus
Einordnung aus medizinisch-psychologischer Sicht, inklusive Hinweise auf Konsens, Sicherheit und Grenzwahrung - Selbstbefriedigung
Bedeutung für sexuelle Selbstwahrnehmung, gesundheitliche Aspekte und Mythen aus medizinischer Sicht - Sexstellungen bei kleinem Penis (≤ 9 cm)
Die besten Positionen für intensive Stimulation und erfüllten Sex – anatomisch fundierte Empfehlungen für Partner mit unterdurchschnittlicher Penislänge - Orale und manuelle Stimulation – wirkungsvolle Techniken für mehr sexuelle Befriedigung
Sexuelle Befriedigung hängt nicht allein von der Penetration ab. Orale und manuelle Techniken intensivieren die Stimulation erogener Zonen, erhöhen die Orgasmuswahrscheinlichkeit und vertiefen Intimität. Der folgende Abschnitt stellt zentrale anatomische Grundlagen, Techniken und ihre Bedeutung für die Sexualmedizin dar.- Oralsex beim Mann (Fellatio, „Blasen“) – Techniken, Lust und Risiken (s. u.)
Anatomische Schwerpunkte, Varianten der Stimulation, potenzielle Infektionsrisiken und Hygienemaßnahmen - Oralsex bei der Frau (Cunnilingus, „Lecken“) – Stimulation, Orgasmus und Hygiene (s. u.)
Anatomische Grundlagen, Techniken zur klitoralen und vaginalen Reizverstärkung, Bedeutung für Orgasmuswahrscheinlichkeit, Hygieneempfehlungen und Infektionsprophylaxe
- Oralsex beim Mann (Fellatio, „Blasen“) – Techniken, Lust und Risiken (s. u.)
- Sexspielzeug (Sextoys)
Materialien, Hygienestandards, Anwendungssicherheit und medizinisch relevante Risiken (z. B. Fremdkörper, allergische Reaktionen) - Sexstellungen
Überblick über klassische und besondere Stellungen – mit Hinweisen zu Beckenbodenbelastung, Schmerzsituationen und Schwangerschaft- Die besten Sexstellungen für Frauen – Wege zu mehr Lust und Orgasmen
- Die besten Sexstellungen zum Schwangerwerden – was wirklich hilft
Evidenzbasierte Betrachtung von Stellungen, Einfluss von Ejakulat-Positionierung, Zeitpunkt im Zyklus und ergänzende Faktoren wie Lebensstil und Fruchtbarkeit - Sexstellungen im Wasser – Koitus in Badewanne, Dusche und Schwimmbad – Übersicht zu geeigneten Stellungen, medizinische und hygienische Aspekte, Risiken und Sicherheitsempfehlungen
- Sexstellungen bei besonderen körperlichen Bedingungen – Schwangerschaft, Übergewicht und Rückenschmerzen: evidenzbasierte Empfehlungen für sichere und angenehme Positionen
- Koitus reservatus und Tantrischer Sex – kontrollierte Sexualpraktiken – Historische und spirituelle Bedeutung, Techniken der Ejakulationskontrolle, medizinische Bewertung und Risiken
- Koitus intercruralis und Tribadie – Sex ohne Penetration – Historische und moderne Relevanz nicht-penetrierender Sexualpraktiken, Intimität und Infektionsrisiken
- Koitus interruptus – unterbrochener Geschlechtsverkehr als Verhütungsmethode – Definition, Zuverlässigkeit, Risiken und historische Bedeutung einer der ältesten Verhütungsformen
Orale und manuelle Stimulation – wirkungsvolle Techniken für mehr sexuelle Befriedigung
Sexuelle Befriedigung hängt nicht allein von der Penetration ab. Orale und manuelle Techniken intensivieren die Stimulation erogener Zonen, erhöhen die Orgasmuswahrscheinlichkeit und vertiefen Intimität. Der folgende Abschnitt stellt zentrale anatomische Grundlagen, Techniken und ihre Bedeutung für die Sexualmedizin dar.
- Oralsex beim Mann (Fellatio, „Blasen“) – Techniken, Lust und Risiken
Anatomische Schwerpunkte, Varianten der Stimulation, potenzielle Infektionsrisiken und Hygienemaßnahmen - Oralsex bei der Frau (Cunnilingus, „Lecken“) – Stimulation, Orgasmus und Hygiene
Anatomische Grundlagen, Techniken zur klitoralen und vaginalen Reizverstärkung, Bedeutung für Orgasmuswahrscheinlichkeit, Hygieneempfehlungen und Infektionsprophylaxe - Orale und manuelle Stimulation bei kleinem Penis
Wirkungsvolle Techniken für mehr sexuelle Befriedigung – klitorale Reizverstärkung, Drucksteuerung und alternative Erregungsformen
Sexualität in besonderen Lebensphasen
- Sex in der Schwangerschaft
Physiologische Veränderungen, Sicherheitsaspekte, empfohlene Stellungen und medizinische Warnzeichen - Sex nach der Entbindung
Rückbildung, Stillhormone, Beckenbodenstatus und empfohlene Zeitfenster für sexuelle Wiederaufnahme - Sexualität und Alter
Umgang mit altersbedingten Einschränkungen (z. B. erektile Dysfunktion, Scheidentrockenheit), Kommunikation in der Partnerschaft und medizinische Hilfsmittel - Sexualität im Alter
Mit dem Älterwerden verändern sich hormonelle, körperliche und emotionale Faktoren, die Libido und sexuelle Funktionen bei Mann und Frau beeinflussen.
Sexuelle Identitäten und Verhaltensweisen
Sexuelle Identität und sexuelle Verhaltensweisen beschreiben, wie Menschen ihr Geschlecht erleben, sexuelle Anziehung empfinden und Beziehungen gestalten. Dieses Themenfeld bietet eine medizinisch-wissenschaftliche Einordnung sexueller Orientierung, geschlechtsspezifischer Anziehungsformen, Geschlechtsidentität und Geschlechtsinkongruenz sowie entwicklungs- und kontextbezogener Aspekte.
Sexuelle Orientierung
- Abrosexualität
Sexuelle Orientierung, die sich im Zeitverlauf verändert – mit Phasen intensiver Anziehung und Phasen der Abwesenheit jeglichen Interesses - Asexualität
Anhaltendes oder dauerhaftes Fehlen sexueller Anziehung oder sexuellen Verlangens bei erhaltener emotionaler Bindungsfähigkeit - Bisexualität
Sexuelle Anziehung zu mehr als einem Geschlecht – meist gegenüber Männern und Frauen - Demisexualität
Sexuelle Anziehung entsteht nur nach Aufbau einer tiefen emotionalen Bindung - Fraysexualität
Umgekehrte Form der Demisexualität – sexuelle Anziehung lässt mit wachsender emotionaler Nähe nach - Grau-Sexualität
Zwischen Asexualität und häufiger Anziehung: seltenes, oft situationsabhängiges sexuelles Interesse - Heterosexualität – medizinisch-historische Einordnung
Historische Entwicklung der Heterosexualität als gesellschaftliche Norm sowie ihre medizinische Klassifikation im Wandel der Zeit - Pansexualität
Sexuelle Anziehung unabhängig vom biologischen Geschlecht oder der Geschlechtsidentität des Gegenübers
Geschlechtsspezifische Anziehungsformen
- Androsexualität
Primäre Anziehung zu männlich gelesenen oder maskulinen Personen – unabhängig vom eigenen Geschlecht - Gynosexualität
Primäre Anziehung zu weiblich gelesenen oder femininen Personen – unabhängig vom eigenen Geschlecht - Homosexualität
Sexuelle Anziehung zu Personen des eigenen Geschlechts – gleichgeschlechtliche Orientierung - Sapiosexualität
Sexuelle Anziehung zu Menschen auf Basis ihrer intellektuellen Fähigkeiten und kognitiven Ausstrahlung - Skoliosexualität (auch: Ceterosexualität, Embysexualität)
Sexuelle Anziehung zu nicht-binären oder geschlechtsnonkonformen Personen
Geschlechtsidentität und Geschlechtsinkongruenz
- Geschlechtsdysphorie ohne Transitionswunsch
Geschlechtsbezogener Leidensdruck ohne Wunsch nach hormoneller oder operativer Geschlechtsangleichung - Geschlechtsidentität vs. sexuelle Orientierung
Begriffliche und medizinische Abgrenzung zwischen subjektiver Geschlechtszugehörigkeit und sexueller Anziehung - Nichtbinäre Geschlechtsidentität
Geschlechtsidentitäten außerhalb der binären Kategorien männlich und weiblich - Transgender/Geschlechtsdysphorie
Persistierende Inkongruenz zwischen erlebtem Geschlecht und bei Geburt zugewiesenem Geschlecht mit möglichem Leidensdruck - Transsexualität
Personen, die sich nicht mit dem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht identifizieren und häufig den Wunsch nach Angleichung des körperlichen Geschlechts äußern
Varianten der Geschlechtsentwicklung (DSD)
- Intergeschlechtlichkeit (DSD)
Angeborene Varianten der chromosomalen, gonadalen oder anatomischen Geschlechtsentwicklung
Entwicklungs- und Kontextaspekte
- Queer – medizinische und terminologische Einordnung
Übergeordneter Sammelbegriff mit sozialer und politischer Bedeutung ohne eigenständige medizinische Diagnosekategorie - Sexuelle Orientierung im Jugendalter
Entwicklungsbedingte Prozesse der sexuellen Selbstwahrnehmung und Orientierung im Kindes- und Jugendalter
Sexualverhalten u. v. m.
Sexualverhalten umfasst ein breites Spektrum menschlicher Ausdrucksformen, das von normvarianten, konsensuellen Praktiken bis zu Verhaltensmustern mit potenzieller klinischer oder forensischer Relevanz reicht. In diesem Themenbereich werden selten thematisierte, häufig missverstandene oder medizinisch relevante Formen sexuellen Verhaltens systematisch und wertfrei eingeordnet.
Grundlagen und Einordnung
- Paraphilien und sexuelle Verhaltensweisen
Sammelbegriff für ungewöhnliche sexuelle Vorlieben, bei denen die Erregung an Objekte, bestimmte Handlungen oder nicht-typische Partnerkategorien gebunden ist. Medizinisch relevant wird eine Paraphilie erst, wenn sie mit Leidensdruck, sozialer Beeinträchtigung oder Gefährdung Dritter einhergeht. - Paraphile Interessen vs. paraphile Störung
Abgrenzung zwischen ungewöhnlichen sexuellen Interessen ohne Leidensdruck und paraphilen Verhaltensmustern mit klinischer Relevanz
Substanz- und digital beeinflusstes Sexualverhalten
- Aphrodisiaka
Substanzen natürlichen oder synthetischen Ursprungs, die sexuell stimulierend wirken oder die Libido steigern sollen - Chemsex
Gebrauch psychoaktiver Substanzen zur Verlängerung oder Intensivierung sexueller Handlungen – mit Risiken für Abhängigkeit und sexuell übertragbare Erkrankungen - Cybersex
Sexuelle Aktivitäten über digitale Kanäle – einschließlich virtueller Interaktionen mit oder ohne Bildübertragung
Konsensuelle Beziehungs- und Sexualmodelle
- Offene Beziehung/Konsensuelle Nicht-Monogamie
Partnerschaftliches Modell mit einvernehmlich vereinbarten sexuellen Kontakten außerhalb der Primärbeziehung - Polyamorie
Einvernehmliches Beziehungsmodell mit mehreren parallel geführten romantischen und/oder sexuellen Beziehungen - Swinging
Einvernehmlicher Austausch sexueller Kontakte mit anderen Paaren oder Einzelpersonen ohne primäre romantische Bindung
BDSM und konsensuelle Macht- und Rollendynamiken
- BDSM/Sadomasochismus
Konsensuelle sexuelle Praktiken mit Elementen von Dominanz, Unterwerfung, Kontrolle oder Schmerz - Bondage
Einvernehmliche sexuelle Praxis mit Fesselungen oder Bewegungseinschränkungen - Dominanz/Submission (D/s)
Freiwillige Übernahme von Macht- und Rollenverteilungen in einem klar vereinbarten Rahmen - Sadismus und Masochismus
Sexuelle Erregung durch Zufügen oder Erleben von Schmerz im konsensuellen Kontext
Paraphile Präferenzen und Objektbezogenheit
- Fetischismus
Sexuelle Fixierung auf bestimmte Objekte, Materialien oder Körperteile - Objektophilie (Objektsexualität)
Emotionale und/oder sexuelle Hinwendung zu unbelebten Objekten - Urophilie
Sexuelle Vorliebe für Urin oder Urinieren
Grenzüberschreitende und nicht-konsensuelle Verhaltensweisen
- Exhibitionismus
Drang, die eigenen Genitalien fremden Personen zu zeigen – meist ohne deren Zustimmung - Voyeurismus
Heimliches Beobachten anderer Menschen bei sexuellen Handlungen oder Nacktheit - Frotteurismus
Heimliches Reiben am Körper ahnungsloser Personen in der Öffentlichkeit - Grapschen/Toucheurismus
Non-konsensueller Körperkontakt mit sexueller Absicht
Zwang, Kontrollverlust und suchtnahe Muster
- Kompulsiver Pornografiekonsum/Pornografiesucht
Schwer kontrollierbarer Konsum pornografischer Inhalte mit negativen Folgen - Sexuelle Zwangsgedanken
Wiederkehrende, intrusive sexuelle Gedanken ohne tatsächlichen Handlungswunsch - Sexsucht (hypersexuelle Störung)
Zwanghafter Drang nach sexuellen Reizen mit Kontrollverlust und Leidensdruck
Geschlechtsbezogene Ausdrucksformen
- Transvestitismus
Sexuelle Erregung durch das Tragen von Kleidung des anderen Geschlechts, abzugrenzen von geschlechtlicher Identität
Aufklärung, Prävention und Schutz
Aufklärung und Prävention sind zentrale Säulen sexueller Gesundheit. Dieser Abschnitt vermittelt medizinisch fundierte Informationen zu Empfängnisverhütung, Safer-Sex-Strategien sowie zur Prävention, Diagnostik und Behandlung sexuell übertragbarer Erkrankungen mit dem Ziel, Gesundheit, Selbstbestimmung und Schutz zu fördern.
- Empfängnisverhütung: hormonelle, barrieremethodische und intrauterine Verfahren
- Safer Sex: Strategien zur Prävention sexuell übertragbarer Infektionen
- Geschlechtskrankheiten: medizinische Klassifikation, Diagnostik und Therapie
Reproduktion, Schwangerschaft und Elternschaft
Reproduktion und Elternschaft stehen in engem Zusammenhang mit Sexualität, Fertilität und partnerschaftlicher Lebensplanung. Dieses Themenfeld beleuchtet natürliche Empfängnis, Kinderwunschdiagnostik und -therapie, assistierte Fortpflanzung sowie medizinische und psychosoziale Aspekte von Schwangerschaft und Elternschaft.
- Natürlich schwanger werden und assistierte Fortpflanzung
- Kinderwunsch, Sterilität und Infertilität: Ursachen, Diagnostik, Behandlung
- Die besten Sexstellungen zum Schwangerwerden – was wirklich hilft
- Sexualität in der Schwangerschaft: physiologische und psychosoziale Veränderungen
Sexuelle Funktionsstörungen
Sexuelle Funktionsstörungen gehören zu den häufigsten sexualmedizinischen Beratungsanlässen und können organische, hormonelle, neurogene oder psychogene Ursachen haben. In diesem Abschnitt werden Störungen des sexuellen Verlangens, der Erregung, des Orgasmus und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr differenziert medizinisch eingeordnet.
- Libidostörungen bei Frauen und Männern: hormonelle und psychogene Ursachen
- Erektionsstörung: vaskulär, endokrin, neurogen oder psychogen bedingt
- Orgasmusstörung: anorgasmische Reaktionen, verzögerter oder ausbleibender Orgasmus
- Vorzeitiger Samenerguss (Ejaculatio praecox): neurobiologisch und psychologisch bedingt
- Schmerzen beim Geschlechtsverkehr (Dyspareunie), Scheidenkrampf (Vaginismus)
- Penisverkrümmung (Penisdeviation): angeboren oder erworben
Sexualmedizinische Interventionen
Sexualmedizinische Interventionen zielen darauf ab, sexuelle Funktionsstörungen, psychosoziale Belastungen und partnerschaftliche Konflikte gezielt zu behandeln. Dieser Bereich stellt diagnostische Verfahren, sexualtherapeutische Ansätze und interdisziplinäre Behandlungskonzepte vor.
- Sexualtherapie: verhaltenstherapeutisch, tiefenpsychologisch, systemisch
- Einzel- und Paartherapie bei funktionellen und psychosozialen Problemen
- Interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Gynäkologie, Urologie, Endokrinologie und Psychotherapie
Lifestyle und psychosoziale Einflussfaktoren
Lifestyle- und psychosoziale Faktoren beeinflussen Sexualfunktion, Libido und Partnerschaftsdynamik maßgeblich. Dieser Abschnitt thematisiert den Einfluss von Stress, psychischer Belastung, Lebensstil, Vitalstoffstatus und Gesundheitsverhalten auf die sexuelle Gesundheit.
- Vitalstoffstatus und Sexualfunktion: Mikronährstoffe und hormonelle Regulation
- Psycho-Mental-Testverfahren bei psychogener Mitbeteiligung
- Stressdiagnostik und Stressbewältigungsstrategien bei sexualmedizinischer Relevanz
- Raucherentwöhnung und Lebensstilmodifikation zur Verbesserung der sexuellen Gesundheit
Fazit – Sexualität als biopsychosoziales Phänomen
Sexualität ist ein biopsychosoziales Phänomen und Ausdruck körperlicher, psychischer und sozialer Gesundheit. Eine wertfreie, medizinisch fundierte Einordnung sexualbezogener Fragestellungen erfordert die systematische Berücksichtigung biologischer Grundlagen, psychischer Einflussfaktoren, partnerschaftlicher Dynamiken sowie gesellschaftlicher Rahmenbedingungen.
Das DocMedicus Lexikon für Sexualmedizin bietet hierfür eine strukturierte, evidenzbasierte Orientierung und unterstützt einen sachlichen, professionellen und differenzierten Umgang mit sexueller Gesundheit.