Aktuelles zur Coronavirus-Infektion
Medikamentöse Therapie
Krebserkrankungen

Therapieziele

  • Remission des Tumors (Rückbildung des Tumors)
  • Heilung

Therapieempfehlungen

In der pharmakologischen Krebstherapie werden neben der Chemotherapie inzwischen viele weitere Verfahren eingesetzt. Dabei erhält jeder Patient eine Behandlung, die auf seine individuelle Situation zugeschnitten ist. Nachfolgend eine kurze Aufzählung dazu:

  • Antihormontherapie (Hormontherapie)
  • Immuntherapie (Monoklonale Antikörper)
  • Blutstammzell- und Knochenmarktransplantation
  • Chemotherapie (s. u.)
  • Siehe auch unter "Weiteres Hinweise"

Als Chemotherapie (Synonym: Zytostatikatherapie) im engeren Sinne bezeichnet man die Therapie von Tumorerkrankungen mit Zytostatika. Diese wird ggf. in Abhängigkeit von Tumorart und Tumorstadium durchgeführt.

Durch eine Chemotherapie sollen Tumorzellen selektiv "abgetötet" werden. Diese "selektive Toxizität" wurde erstmals von Paul Ehrlich, dem "Erfinder der Chemotherapie", postuliert.
Eine Chemotherapie wird als adjuvant bezeichnet, wenn diese zur Erfolgssicherung nach einer vollständigen operativen Beseitigung des Tumors dient. Neoadjuvant ist eine Chemotherapie vor der Operation. Sehr häufig wird die adjuvante, neoadjuvante oder alleinige Chemotherapie mit einer Radiatio (Strahlentherapie) kombiniert.

Die meisten Chemotherapeutika nutzen die schnelle Teilungsfähigkeit der Tumorzellen, da diese sensibler als gesunde Zellen auf Störungen der Zellteilung reagieren. Auf gesunde Zellen mit ähnlich guter Teilungsfähigkeit üben sie allerdings eine ähnliche Wirkung aus. Besonders empfindlich reagieren Zellen der Schleimhäute, des blutbildenden Knochenmarks (Anämie), des Immunsystems und der Haarwurzeln (Alopecia).

Allgemeiner Hinweis:

  • Verzicht auf Tabakkonsum wg. Abschwächung der Wirkung einer Zytostatikatherapie

Nebenwirkungen einer Chemotherapie sind in den meisten Fällen:

  • Anämie
  • Alopecia
  • Schleimhautentzündungen (Stomatitis, Ösophagitis, Gastritis, Enteritis, Divertikulitis, Proktitis) 
  • Appetitlosigkeit
  • Nausea
  • Erbrechen
  • Abdominalschmerzen
  • Ileus
  • Leberfunktionsstörung
  • Malabsorption

Die Verträglichkeit einer Chemotherapie hängt stark von der Ausgangssituation – körperliche Fitness, allgemeine Lebensweise und Einstellung zur Therapie – des Patienten ab.

Nachfolgend behandlungsbedingte Funktionsschäden, die eine Rehabilitationsbedürftigkeit und damit ggf. eine Pharmakotherapie und Ernährungstherapie notwendig machen:

  • chronische Erschöpfung
  • kognitive Dysfunktion
  • Minderung der muskulären Kraft
  • Hormonentzugssyndrom
  • reaktive Depression und Anpassungsstörungen an die maligne Erkrankung
  • Hautveränderungen
  • kardiale Dysfunktion
  • periphere Polyneuropathie (Störungen der peripheren Nerven oder Anteilen von Nerven)

Weitere Hinweise

  • Die Kombination aus Syrosingopin mit Metformin hat in präklinischen Studien eine erstaunlich gute Wirkung gegen Krebs gezeigt.[1].
  • Ansatz: Krebszellen haben einen hohen Energiebedarf und müssen deshalb fortlaufend NAD+ aus NADH herstellen
    Mechanismus: sowohl Syrosingopin als auch Metformin verhindern die Regeneration von NAD+: 
    • Syrosingopin durch Hemmung von Laktat-Transportern → Laktatkonzentration in der Zelle ↑ → Recyling on NAD+ wird eingestellt
    • Metformin blockiert den zweiten Weg der Regeneration von NAD+
  • Disulfiram zielt auf Tumorzellen über P97 Segregase Adapter NPL4 [2]

Literatur

  1. Benjamin D et al.: Syrosingopine sensitizes cancer cells to killing by metformin. Science Advances 23 Dec 2016: Vol. 2, no. 12, e1601756 doi: 10.1126/sciadv.1601756
  2. Skrott Z et al.: Alcohol-abuse drug disulfiram targets cancer via p97 segregase adaptor NPL4. Nature Published online: 06 December 2017 doi:10.1038/nature25016
     
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