Verletzungen, Vergiftungen und bestimmte andere Folgen äußerer Ursachen
Flugreisen wirken sich durch Druckänderungen, reduzierten Sauerstoffpartialdruck, trockene Kabinenluft und eingeschränkte Beweglichkeit auf Heilungsprozesse, intrakranielle Druckverhältnisse (Druck im Inneren des Schädels) und das venöse Thromboserisiko (Risiko für Blutgerinnsel in den Venen) aus. Besonders nach Kopfverletzungen, Frakturen oder Operationen müssen die individuellen Risiken sorgfältig abgewogen werden.
Flugreisetauglichkeit bei Verletzungen, Vergiftungen und bestimmten anderen Folgen äußerer Ursachen
| Krankheiten | Passagier ist flugreisetauglich (Angabe der Zeiträume) | Hinweise/Besonderheiten |
| Frakturen (Knochenbrüche) |
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| Schwere Gehirnerschütterung (GCS 13-15, aber mit länger anhaltenden Beschwerden) |
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| Subarachnoidalblutung (SAB; Blutung im Raum zwischen Gehirn und Hirnhaut), aneurysmatisch |
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Subduralhämatom (SDH; Blutansammlung unter der harten Hirnhaut) oder Epiduralhämatom (EDH; Blutansammlung zwischen Schädelknochen und harter Hirnhaut) |
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Literatur
- Amato-Watkins A, Rao VM, Leach P: Air travel after intracranial surgery: a survey of advice given to patients by consultant neurosurgeons in the UK. Br J Neurosurg. 2013;27(1):9-11. doi: 10.3109/02688697.2012.716176.
- Thibeault C, Evans AD, Dowdall NP: AsMA Medical Guidelines for Air Travel: Fitness to Fly and Medical Clearances. Aerosp Med Hum Perform. 2015;86(7):656-7. doi: 10.3357/AMHP.4222.2015.
- Goodman MD et al.: Traumatic Brain Injury and Aeromedical Evacuation: When is the Brain Fit to Fly? J Surg Res. 2009 Aug 26;164(2):286-293. doi: 10.1016/j.jss.2009.07.040.