CEA (Carcinoembryonales Antigen)

Beim CEA (Synonym: carcinoembryonales Antigen) handelt es sich um einen sogenannten Tumormarker.
Tumormarker sind körpereigene Substanzen, die von Tumoren gebildet werden und im Blut nachweisbar sind. Sie können einen Hinweis auf eine maligne (bösartige) Neubildung geben und dienen als Verlaufsuntersuchung im Rahmen der Krebsnachsorge.

Das CEA gilt als der wichtigste Tumormarker für das Kolonkarzinom
(Dickdarmkrebs). Die Spezifität (Wahrscheinlichkeit, dass tatsächlich Gesunde, die nicht an der betreffenden Erkrankung leiden, im Test auch als gesund erkannt werden) beträgt circa 90 %. Es kann jedoch auch bei vielen anderen Erkrankungen erhöht sein.

Das Verfahren

Benötigtes Material

  • Blutserum

Vorbereitung des Patienten

  • Nicht nötig

Störfaktoren

  • Keine bekannt

Normwerte

Nichtraucher < 40 Jahre  < 3,8 μg/l bzw. ng/ml
> 40 Jahre  < 5,0 μg/l bzw. ng/m
Raucher < 40 Jahre  < 5,0 μg/l bzw. ng/m
> 40 Jahre  < 6,5 μg/l bzw. ng/m


Bei Werten von > 20,0 μg/l bzw. ng/ml liegt der Verdacht auf eine Tumorerkrankung
(Krebserkrankung) nahe.

Indikationen

  • Verdacht auf Kolonkarzinom (Dickdarmkrebs; CEA-Wert ist ein unabhängiger prognostischer Tumormarker und sollte präoperativ bestimmt werden)
  • Therapiekontrolle (Nachsorge) des Kolonkarzinoms
  • Verdacht auf medulläres Schilddrüsenkarzinom (Schilddrüsenkrebs)
  • Differentialdiagnostik von Lebertumoren (primärer Lebertumor oder Metastase)
  • Therapiekontrolle (Nachsorge) des Mammakarzinoms (Brustkrebs)
  • Erkennung von Tumorprogredienz nach einer operativen Behandlung

Interpretation

Interpretation erhöhter Werte

  • Kolonkarzinom (Tumormarker 1. Wahl) – Spezifität circa 90 %!
  • Bronchialkarzinom (Lungenkrebs)
  • Magenkarzinom (Magenkrebs)
  • Mammakarzinom (Brustkrebs)
  • Ösophaguskarzinom (Speiseröhrenkrebs)
  • Ovarialkarzinom (Eierstockkrebs)
  • Pankreaskarzinom (Bauchspeicheldrüsenkrebs)
  • Schilddrüsenkarzinom (Schilddrüsenkrebs)

Gering erhöht bei

  • Bronchitis – Entzündung der Bronchien
  • Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa
  • Divertikulitis – Entzündung von Divertikeln im Darm; dies sind Schleimhautausstülpungen durch die Muskelschicht des Darmes
  • Lebererkrankungen wie Leberzirrhose – bindegewebiger Umbau der Leber mit einhergehender Funktionseinschränkung
  • Mukoviszidose – genetisch-bedingte Erkrankung, die mit der Bildung von zu zähem Schleim einhergeht und vor allem die Lunge und den Verdauungstrakt betrifft
  • Nikotinabusus (Nikotinabhängigkeit)
  • Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung)
  • Pneumonie (Lungenentzündung)
  • Rauchern

Interpretation erniedrigter Werte

  • Keine diagnostische Bedeutung

Weitere Hinweise

  • Bei malignen (bösartigen) Erkrankungen besteht eine höhere Wahrscheinlichkeit für das Vorhandensein eines Tumors ab dem 4-fachen des Normwertes für CEA. Bei einer über 8-fachen Überschreitung des Referenzwertes gilt eine maligne Erkrankung als gesichert.
  • Bei benignen Erkrankungen (z. B. bei entzündliche Lebererkrankungen, Leberzirrhose, Pankreatitis, entzündliche gastrointestinale Erkrankungen/Magendarmerkrankungen) liegt im Regelfall ein Anstieg des CEA bis maximal zum 4-fachen des Normwertes vor.
  • Bei Rauchern kann ein Anstieg des CEA bis 20 μg/l bzw. ng/ml vorkommen.
  • Bei großer Tumormasse oder Metastasierung liegen im Regelfall hochpathologische Werte vor.

     
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