Die Magnetresonanztomographie (MRT) – oder auch Kernspintomographie oder NMR (nuclear magnetic resonance imaging) genannt – bezeichnet ein radiologisches Untersuchungsverfahren, bei dem mit Hilfe eines Magnetfeldes die Körperstrukturen dargestellt werden.
Die MRT wird heute routinemäßig bei vielen Fragestellungen eingesetzt, da sie ein sehr aussagekräftiges diagnostisches Verfahren darstellt.
Sie ist jedoch meist nicht das diagnostische Instrument der ersten Wahl. Vorher werden in vielen Fällen andere diagnostische Maßnahmen wie Sonographie (Ultraschall) oder eine Computertomographie (CT) durchgeführt.
Das Verfahren
Die Magnetresonanztomographie zählt zu den nicht invasiven, das heißt nicht in den Körper eindringenden, bildgebenden Verfahren.
Durch die Nutzung des Magnetfeldes werden im Körper Protonen (vor allem Wasserstoff) zur Kernspinresonanz angeregt. Dabei handelt es sich um eine Veränderung der Ausrichtung des Teilchen aufgrund eines Magnetfeldes. Dieses wird als Signal über die Spulen, die um den Körper während der Untersuchung aufgestellt sind, aufgefangen und an den Computer geschickt, der aus den vielen Messungen, die während einer Untersuchung ablaufen, das genaue Bild der Körperregion errechnet.
Bei diesen Bildern entstehen die Unterschiede in den Grautönen also durch die Verteilung der Wasserstoffionen.
Bei der MRT kann man verschiedene Aufnahmeverfahren unterscheiden, wie beispielsweise die T1- und T2-gewichteten Sequenzen.
Die MRT bietet eine sehr gute Darstellung von Weichteilstrukturen.
Zur noch besseren Differenzierung der Gewebearten kann ein Kontrastmittel verabreicht werden. So kann der Radiologe durch diese Untersuchung noch detailliertere Erkenntnisse über eventuell vorliegende Krankheitsprozesse erhalten.
Die Untersuchung dauert meist etwa eine halbe Stunde, je nach der untersuchten Körperregion und wird im Liegen durchgeführt. Man befindet sich bei der Untersuchung in einem abgeschlossenen Raum, in dem ein starkes Magnetfeld herrscht.
Da das MRT-Gerät relativ laut ist, werden dem Patienten Kopfhörer aufgesetzt.
Vor allem bei Untersuchungen des Kopfes kann es zur Klaustrophobie (Platzangst) kommen, da der Kopf dann in einer Spule liegt.
Die MRT kann bei vielen verschiedenen Beschwerden beziehungsweise Erkrankungen eingesetzt werden.
Folgende MRT-Untersuchungen sind sehr häufig
- Schädel-MRT
- Thorax-MRT (Brustkorb)
- Abdomen-MRT (Bauchraum)
- Becken-MRT
- Beckenboden-MRT
- Wirbelsäule-MRT
- Extremitäten-MRT
- Angio-MRT – Darstellung der Blutgefäße
Die Untersuchung wird unter anderem empfohlen beziehungsweise ist erforderlich bei folgenden Gesundheitsrisiken beziehungsweise Erkrankungen
Allgemein
- Blutungen
- Ödeme (Wasseransammlungen)
- Tumore












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