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Protein-C

Das Protein-C (Protein C) ist ein Protein (Eiweiß) aus dem Blutgerinnungssystem, welches in der Leber gebildet wird. Es hemmt die Faktoren V und VIII.
Das Protein-C ist Vitamin K-abhängig.

Ein Cofaktor des Protein-C ist das Protein-S.

Bei einem Protein-C-Mangel kommt es zu einem erhöhten Thromboserisiko.

Das Verfahren

Benötigtes Material

  • Citratplasma

Vorbereitung des Patienten

  • Nicht nötig       

Störfaktoren

  • Monovette vollständig füllen, es dürfen keine Koagel auftreten
  • Die Analyse soll innerhalb weniger Stunden erfolgen (ansonsten einfrieren)
  • Abweichung des Hämatokrits von seinem Normwert
  • Hämolyse/Lipämie

Normwert ‒ Protein-C-Aktivität

  Normwert in %
1. Lebenstag (reif/unreif) 12-44
5. Lebenstag (reif/unreif) 11-53
1. Lebensmonat (reif/unreif) 15-59
3. Lebensmonat (reif/unreif) 23-67
6. Lebensmonat 31-83
> 1. Lebensjahr/
Erwachsene
70-140

Normwert ‒ Protein-C-Konzentration

  Normwert in mg/l
Erwachsene 2-6
  • Bestimmung nur sinnvoll bei erniedrigter Aktivität

Indikationen

  • Verdacht auf erhöhte Thromboseneigung (Thrombophilie-Screening)

Interpretation

Interpretation erhöhter Werte

  • Einnahme oraler Kontrazeptiva (Antibabypille)
  • Falsch erhöhte Werte bei Vorhandensein von Lupus-Antikoagulans, hohe Heparin-Konzentration
  • Schwangerschaft

Interpretation erniedrigter Werte

  • Genetisch bedingter Protein-C-Mangel ‒ homo-/heterozygoter Protein-C-Mangel
  • Erhöhte Faktor VIII-Werte (falsch niedrig)
  • Faktorenverbrauch durch:
    • ARDS (akutes respiratorisches Distress-Syndrom)
    • Disseminierte intravasale Gerinnung; Disseminated Intravascular Coagulation (DIC-Syndrom, kurz: DIC; Verbrauchskoagulopathie)
    • Sepsis ("Blutvergiftung")
    • Trauma (Verletzungen)
  • Leberzirrhose ‒ bindegewebiger Umbau der Leber, der zu Funktionseinschränkungen führt
  • Niereninsuffizienz (Nierenschwäche): betroffen sind davon Dialyse-Patienten
  • Vitamin-K-Mangel (Marcumartherapie)

Weitere Hinweise

  • Erniedrigte Protein-C-Konzentrationen gehen mit einem erhöhten Risiko für Thrombosen bzw. Thromboembolien einher.
  • Während einer Marcumar-Therapie ist die Protein-C-Bestimmung nicht sinnvoll, da die Protein C-Synthese (Bildung) Vitamin K-abhängig ist.

     
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