Aging (Altern) – Symptome – Beschwerden

Die altersbedingte Veränderung des Körpers ist ein natürlicher Prozess, der im Laufe des Lebens auftritt. Während die Alterung für jeden individuell ist, gibt es bestimmte Symptome und Beschwerden, die auf den Alterungsprozess hinweisen können. In diesem Artikel werden wir die häufigsten Symptome und Beschwerden im Zusammenhang mit dem Altern betrachten.

Pathognomonisch (für eine Krankheit beweisend)

  • Muskelschwäche und -verlust: Ein fortschreitender Verlust von Muskelmasse und -kraft ist ein charakteristisches Zeichen des Alterns. Dieser Prozess, auch als Sarkopenie bekannt, kann zu reduzierten Bewegungsumfang und Mobilitätseinschränkungen führen.

Hauptsymptome

  • Veränderungen der Haut: Mit zunehmendem Alter kann die Haut dünner, trockener und anfälliger für Faltenbildung werden. Altersflecken und Veränderungen der Hauttextur sind ebenfalls häufig.
  • Nachlassende Sehkraft: Eine altersbedingte Verschlechterung der Sehkraft, wie Altersweitsichtigkeit (Presbyopie) und die Entwicklung von Katarakten, sind verbreitet.
  • Hörverlust: Viele ältere Menschen erleben einen schrittweisen Verlust des Hörvermögens, was zu Problemen bei der Kommunikation führen kann.
  • Gedächtnisprobleme: Die nachlassende kognitive Funktion ist ein häufiges Symptom des Alterns. Dies kann von leichter Vergesslichkeit bis zur Entwicklung von Demenz reichen.
  • Gelenkschmerzen und Steifheit: Der Verschleiß der Gelenke im Laufe der Zeit kann zu Schmerzen, Steifheit und eingeschränkter Beweglichkeit führen.

Nebensymptome 

  • Schlafstörungen: Etwa 40 % der älteren Menschen berichten über Schlafprobleme, wie Schlaflosigkeit oder unruhigen Schlaf.
  • Müdigkeit: Rund 50 % der Menschen über 65 Jahre klagen über anhaltende Müdigkeit und Erschöpfung.
  • Stimmungsschwankungen: Depressionen und Angstzustände können im Alter auftreten und betreffen etwa 15 % der älteren Bevölkerung.
  • Auftreten von Alterserkrankungen 
    • Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Dazu gehören Myokardinfarkt (Herzinfarkt), Apoplex (Schlaganfall), Hypertonie (Bluthochdruck) und Herzinsuffizienz (Herzschwäche). Das Risiko für diese Erkrankungen steigt mit zunehmendem Alter.
    • Arthrose: Dies ist eine degenerative Gelenkerkrankung, die Gelenkschmerzen und Steifheit verursacht, insbesondere in Hüften, Knien und Händen.
    • Osteoporose (Knochenschwund): Eine Erkrankung, die zu einer Verringerung der Knochendichte führt und das Risiko von Knochenbrüchen erhöht.
    • Diabetes mellitus: Typ-2-Diabetes tritt häufiger im Alter auf und kann zu Problemen wie erhöhtem Blutzucker, Nierenproblemen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen.
    • Demenz: Alzheimer-Krankheit und andere Formen der Demenz sind häufige neurodegenerative Erkrankungen, die die kognitive Funktion beeinträchtigen.
    • Krebs: Das Risiko für verschiedene Krebsarten, wie Brustkrebs, Prostatakrebs und Darmkrebs, steigt mit zunehmendem Alter.
    • Augenerkrankungen: Katarakt (grauer Star), Glaukom (grüner Star) und altersbedingte Makuladegeneration sind Augenkrankheiten, die bei älteren Menschen häufiger vorkommen.
    • Atemwegserkrankungen: Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) und Asthma bronchiale sind Atemwegserkrankungen, die mit dem Alter häufiger werden.
    • Neurologische Erkrankungen: Parkinson-Krankheit und Apoplexe sind Beispiele für neurologische Erkrankungen, die im Alter auftreten können.
    • Depression: Obwohl Depressionen Menschen jeden Alters betreffen können, sind ältere Menschen anfälliger für depressive Stimmungen aufgrund von Verlusten, sozialer Isolation und anderen Faktoren.

Warnzeichen (red flags)

  • Unerklärlicher Gewichtsverlust: Ein plötzlicher und unerklärlicher Gewichtsverlust kann auf ernsthafte gesundheitliche Probleme hinweisen.
  • Schwindel und Gleichgewichtsstörungen: Wenn Schwindel oder Gleichgewichtsstörungen auftreten, kann dies auf eine zugrunde liegende Erkrankung oder Nebenwirkungen von Medikamenten hindeuten.
  • Veränderungen beim Stuhlgang: Blut im Stuhl, anhaltende Verstopfung oder Durchfall sollten ernst genommen und ärztlich abgeklärt werden.

Es ist wichtig zu beachten, dass das Altern zwar mit bestimmten Symptomen und Beschwerden einhergeht, aber nicht zwangsläufig zu Krankheit führt. Ein gesunder Lebensstil, regelmäßige ärztliche Untersuchungen und eine positive Einstellung können dazu beitragen, die Auswirkungen des Alterns zu minimieren und die Lebensqualität im Alter zu verbessern. Bei auftretenden Symptomen sollten jedoch immer medizinische Fachkräfte hinzugezogen werden, um ernsthafte Erkrankungen auszuschließen oder rechtzeitig zu behandeln.

© Deutsche Klinik für Prävention, Bad Münder