Christliche Heilkunde (CH)

Unter christlicher Heilkunde (CH) (Synonym: Christliche Heilkunst)  versteht man in Anlehnung an die Definitionen der Christen im Gesundheitswesen (CiG) einen Umgang mit Krankheit und Gesundung, der dem biblischen Menschen- und Gottesbild entspricht. Hierauf basiert die Beziehung von Patient und Arzt und auch die Einordnung von Heilweisen in Abgrenzung zu esoterischen Methoden oder Therapieformen, die aus einem anderen weltanschaulichen Hintergrund stammen.

Christliche Heilkunde ist überkonfessionell und an keinerlei Denomination gebunden.

Von größter Bedeutung ist hierbei die Akzeptanz eines jeden Patienten, ihn als liebenswerten Menschen zu sehen, ohne Beurteilung seiner Vergangenheit oder seiner eigenen religiösen Prägung, so wie Jesus Kranken seinerzeit gegenüberstand. Die Grundlage ist also Jesus Christus, als Sohn Gottes auf die Welt gekommen und als Erlöser unserer Krankheiten, Leiden und Schmerzen in geistlicher, seelischer und körperlicher Hinsicht (1. Mose 1, Jesaja 53.4).

Alternative Heilverfahren

  • die nicht vom Behandler (besondere Geistheiler…)
  • vom spirituellen Hintergrund (Anthroposophie, kosmische Energien, Magie…)
  • oder bestimmten Ritualen (Mantras, Trance, Beschwörungsformeln, Pendeln…)

zu lösen sind und nur durch eben solche Attribute wirksam wären, sind nicht als biblisch fundiert zu betrachten. Christliche Heilkunde wendet neben dem Gebet für den Kranken nur alternative Verfahren an, die entweder biblisch fundiert sind (Phytotherapie wie z. B. in Jes.Sirach 38.4 ff) oder die frei von magischen oder kosmischen Einflüssen sind. Dabei sind als ganzheitlich der Zusammenklang von körperlicher Behandlung, psychosozialer Begleitung und geistlicher Befreiung bis hin zur Sterbebegleitung zu sehen.

Exemplarisch folgen einige Thesen, die die CiG plakativ für die christliche Heilkunde (CH) formuliert:

  1. Es gibt keine wertneutrale Heilkunde!
    Jeder Mensch – sei es Therapeut oder Patient – wird von der Heilkunde geprägt, der er sich anvertraut. Hinter jeder pflegerischen, therapeutischen oder medizinischen Handlung steht ein Menschenbild, ein "Glaube".
  2. Das christliche Menschenbild unterscheidet sich fundamental von allen anderen Menschen- und Weltbildern: Wir sind in unserer Gesellschaft von unterschiedlichen Philosophien geprägt. Hierzu zählen vor allem der Materialismus, Rationalismus, Humanismus, Naturalismus, das New-Age Weltbild und das christliche Menschenbild.
  3. Das biblische bzw. christlich-anthropologische Verständnis von Krankheit und Gesundheit fordert zum Umdenken heraus: Der Zugang zum Verständnis von Krankheit und Gesundheit erschließt sich durch das Verständnis der zerbrochenen Mensch-Gott-Beziehung, der Erlösungs- und Heilungsbedürftigkeit der ganzen Schöpfung und durch das Verständnis der sich verschenkenden Liebe Gottes, die dem Menschen durch Jesus zuteil wird. Krankheit kann subjektiv und objektiv unterschiedlich, ja kontrovers erlebt und bewertet werden. Krankheit kann den Menschen in seinen Lebensvollzügen gering oder auch massiv beeinträchtigen. Die Kerngesundheit beginnt da, wo der Mensch das Heil Gottes in Jesus Christus persönlich ergriffen hat und in versöhnten Beziehungen zu sich selbst, zur Mitwelt und zur Umwelt lebt.
  4. Ziel der CH ist der heile – nicht der unversehrte – Mensch in der Schöpfungsordnung Gottes: Der Mensch geschaffen als Gottes Ebenbild.
  5. Nicht der Mensch, sondern der Dreieinige Gott steht im Mittelpunkt der CH – von ihm kommen das Heil und die Gaben zur Heilung des Menschen. Dazu gehören Charismen genauso wie schöpfungsgemäße Gaben, übernatürliches Eingreifen Gottes genauso wie natürliche Heilquellen.
  6. Die Gestaltung der Patient-Therapeut-Beziehung unterscheidet sich in der CH wesentlich von säkularen oder anderen religiös motivierten Mustern
    Christliche Pflege, Medizin und Therapie versteht sich als barmherzige "Pflege" des Menschen unter der Leitung Gottes.
  7. CH integriert Elemente verschiedener therapeutischer Konzepte
    Heilmittel, Heilmethoden, sofern sie der biblischen Sicht vom Menschen bzw. den biblischen Wahrheiten nicht widersprechen. Hierzu zählen Elemente der Schulmedizin genauso wie der Volks- und Erfahrungsmedizin und andere.
  8. CH ist die Kunst, die vielfältigen Hilfen und Wege Gottes zur Heilung fruchtbar zu nutzen. Spezifische Elemente der Christlichen Heilkunde sind dabei:
    • Fürbitten für den Kranken
    • Biblische und prophetische Diagnostik
    • Gottes Reden in der Krankheitssituation
    • Das Wort Gottes als zentrales Heilmittel
    • Therapeutische Seelsorge
    • Heilung der Krankheitsbiografie – Krankheitsverarbeitung
    • Heilungshindernisse erkennen und beseitigen helfen
    • Befreiungsdienst – Krankheitsmächte zurückweisen
    • Heilungsgebet, Krankensalbung
    • Abendmahl / Eucharistie
    • Stärkung des "Gesunden"
    • Christliche Sterbebegleitung, Trauerarbeit
  9. CH hat auch einen wissenschaftlichen Zugang
    Es gibt inzwischen eine ganze Reihe wissenschaftlicher Studien zu den Wirkungen von Gebeten und Fürbitten auf den Heilungsprozess von Kranken, zu übernatürlichen Heilungen bzw. zu den präventiven und therapeutischen Dimensionen eines mit Gott versöhnten Lebens.
  10. Die Praxis der CH, der Heilungsdienst, ist ein wesentliches Element für die Erneuerung der Kirche. Die Erneuerung in der Kirche muss sich u. a. daran messen lassen, wie Christen mit Kranken umgehen.
  11. Die CH ist nicht evangelisch, orthodox, katholisch, anglikanisch oder pfingstlich ...
    CH entspringt dem Grundauftrag Jesu Christi an seine Jünger und damit an die ganze Kirche!
  12. Es gilt, den Dienst der Krankenheilung in den Raum der Kirche Jesu Christi zu integrieren und zu fördern
    Die Notwendigkeit eines solchen Strukturwandels ist auch darin begründet, dass die "Nachfrage" nach medizinischen, therapeutischen und gesundheitsfördernden Dienstleistungen noch erheblich steigen wird, das Vertrauen in das etablierte Medizinsystem aber immer mehr schwindet. Die Kirche ist aufgefordert, gegenüber dem wachsenden Esoterik- und New-Age-Markt eine klare, glaubwürdige christliche Alternative zu setzen.

Quelle: www.cig-online.de


     
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