Aktuelles zur Coronavirus-Infektion
Aromatherapie

Die Aromatherapie bezeichnet die Anwendung ätherischer Öle zu Linderung von Krankheiten oder zur Beeinflussung und Entspannung des Körpers (= Steigerung des Wohlbefindens). Sie ist eine Form der Phytotherapie (Pflanzenheilkunde).

Indikationen (Anwendungsgebiete)

Wirkungen Wirkstoffe
Desinfizierend
  • Anis
  • Eukalyptus
  • Kamille
  • Lavendel
  • Nelke
  • Teebaumöl
  • Thymian
  • Zwiebel 
Stimmungsaufhellend
  • Lavendel
  • Johanniskraut (nur bei oraler Zufuhr)
Erkältungen
  • Eukalyptus
  • Fichte (Fichtennadel)
  • Minze 
Husten
  • Anis
  • Eukalyptus
  • Latschenkieferöl
  • Muskat
  • Pfefferminze
  • Thymian
  • Thuja
  • Wacholder
  • Zitrone
Analgetisch (schmerzstillend)
  • Bergamotte
  • Geranium
  • Kamille
  • Menthol
  • Pfefferminze 
Spasmolytisch (krampflösend)
  • Anis
  • Fenchel
  • Kamille
  • Lavendel
  • Melisse 
  • Pfefferminze
Mückenschutz
  • Eukalyptus
  • Teebaumöl 

Das Verfahren

Die ätherischen Öle können auf unterschiedliche Art und Weise appliziert (angewendet) werden und somit in den Körper gelangen: z. B. direkt über die Haut (transdermal) oder den Gastrointestinaltrakt (Magen-Darm-Trakt; enteral).

Ein weiterer Weg ist über Duftmoleküle: Die Düfte der ätherischen Öle entfalten eine besondere heilsame Wirkung. Über die Riechschleimhaut der Nase nimmt der Körper die Duftmoleküle wahr und bewirkt die Ausschüttung von Botenstoffen (z. B. Endorphine), die beispielsweise schmerzstillend und stimmungsanhebend sind. Beispielsweise wirkt Lavendel ausschließlich über den Geruchssinn.

Die Verbreitung der Düfte kann sowohl mittels einer Duftlampe oder eines Raumlüfters erfolgen. 

Weitere Anwendungsformen sind: Inhalation, Massage, Mundspülung und Saunaaufguss.

Für die verschiedenen Anwendungsgebiete gibt es vorgefertigte Mischungen.

Mögliche Nebenwirkung

Ätherische Öle sollten nicht in einem unverdünnten Zustand direkt in Kontakt mit Haut und Schleimhäuten kommen. Dieses könnte zu einer starken Reizung führen. Sonnenlicht kann diese Reizungen verstärken.

Beachte: Asthmatiker sollten bei der Anwendung ätherischer Öle besonders vorsichtig sein, da es durch die Inhalation zu Atemproblemen kommen kann.

Folgende Nebenwirkungen der Phytotherapie werden unterschieden [2]:

  • allergische Reaktionen (z. B. Kamille)
  • toxische Effekte (keine der oben genannten Wirkstoffe)
  • ungewollte pharmakologische Effekte (z. B.  Kamille)
  • mutagene (erbgutschädigende Wirkung) beziehungsweise karzinogene (krebserregende Wirkung) Effekte [konnten nur im Tierexperiment nachgewiesen werden]
  • Interaktionen (Wechselwirkungen) mit anderen Medikamenten
  • durch Kontamination (Verunreinigung) verursachte Effekte

Literatur

  1. Wabner D: Aromatherapie Grundlagen Wirkprinzipien Praxis. Urban & Fischer Verlag/Elsevier GmbH, 2. Auflage, 2011
  2. Ernst E, De Smet PAGM: Risks associated with complementary therapies (chapter 48). In: MNG Dukes (ed), Meyler's Side Effects of Drugs, Elsevier Science BV, 131996; 1427-1454.
     
Aktuelles zur Coronavirus-Infektion
Die auf unserer Homepage für Sie bereitgestellten Gesundheits- und Medizininformationen ersetzen nicht die professionelle Beratung oder Behandlung durch einen approbierten Arzt.
DocMedicus Suche

 
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
ArztOnline.jpg
 
DocMedicus                          
Gesundheitsportal

Unsere Partner DocMedicus Verlag