Magenschleimhautentzündung (Gastritis) – Körperliche Untersuchung

Eine umfassende klinische Untersuchung ist die Grundlage für die Auswahl der weiteren diagnostischen Schritte:

  • Allgemeine körperliche Untersuchung – inklusive Blutdruck, Puls; des Weiteren:
    • Inspektion (Betrachtung) von Haut und sichtbaren Schleimhäuten – insbesondere bei Verdacht auf Blutverlust bzw. Anämie (Blutarmut)
    • Inspektion von Mundhöhle und Zunge – insbesondere bei Autoimmungastritis (autoimmunbedingter Magenschleimhautentzündung) und Verdacht auf Vitamin-B12-Mangel
    • Untersuchung des Abdomens (Bauches)
      • Palpation (Abtasten) des Abdomens, insbesondere des Epigastriums (Oberbauches) [epigastrischer Druckschmerz (Druckschmerz im Oberbauch)]
  • Ggf. neurologische Untersuchung – bei Autoimmungastritis und klinischem Verdacht auf Vitamin-B12-Mangel; insbesondere Prüfung von Sensibilität (Empfindungsvermögen), Vibrationsempfinden, Lageempfinden (Stellungssinn), Muskeleigenreflexen (Muskelreflexen) und Gangbild

Red Flags (Warnzeichen) bei Gastritis (Magenschleimhautentzündung)

  • Hämatemesis (Bluterbrechen) bzw. Kaffeesatzerbrechen
  • Meläna (Teerstuhl)
  • Zeichen einer hämodynamisch relevanten oberen gastrointestinalen Blutung: Tachykardie (beschleunigter Herzschlag), Hypotonie (niedriger Blutdruck), Orthostase (Kreislaufabfall beim Aufstehen) bzw. Synkope (kurzzeitige Bewusstlosigkeit)

In eckigen Klammern [ ] wird auf mögliche pathologische (krankhafte) körperliche Befunde hingewiesen.