Hantavirus-Erkrankung – Einleitung

Die Hantavirus-Erkrankung ist eine zoonotische Virusinfektion (von Tieren auf Menschen übertragbare Virusinfektion) durch behüllte, segmentierte, einzelsträngige RNA-Viren (Viren mit Erbsubstanz aus Ribonukleinsäure) negativer Polarität aus der Familie Hantaviridae, Ordnung Bunyavirales. Humanmedizinisch relevant sind vor allem Orthohantaviren. Die Infektion (Ansteckung) wird in der Regel durch Kontakt mit Ausscheidungen infizierter Nagetiere übertragen und kann je nach Virustyp, geographischer Region und Wirtsfaktoren asymptomatisch (ohne Beschwerden), mild oder schwer verlaufen [1-3].

Klinisch werden vor allem zwei Hauptsyndrome (zwei Hauptkrankheitsbilder) unterschieden [1-3]:

  • Hämorrhagisches Fieber mit renalem Syndrom (Fieber mit Blutungsneigung und Nierenbeteiligung) (HFRS)
    • Vorwiegend durch Alte-Welt-Hantaviren in Europa und Asien
    • In Europa häufig als Nephropathia epidemica (epidemisch auftretende Nierenerkrankung) bei Puumala-Virus-Infektion
    • Typisch sind Fieber, Myalgien (Muskelschmerzen), Thrombozytopenie (Mangel an Blutplättchen), Proteinurie (Eiweiß im Urin), Mikrohämaturie (mikroskopisch sichtbares Blut im Urin) und akute Nierenfunktionsstörung
  • Hantavirus-pulmonales Syndrom beziehungsweise Hantavirus-kardiopulmonales Syndrom (Lungen- beziehungsweise Herz-Lungen-Syndrom durch Hantaviren) (HPS/HCPS)
    • Vorwiegend durch Neuwelt-Hantaviren in Nord-, Mittel- und Südamerika
    • Typisch sind fieberhafter Beginn, rasche pulmonale Verschlechterung (Verschlechterung der Lungenfunktion), nichtkardiogenes Lungenödem (Flüssigkeitsansammlung in der Lunge ohne Ursache am Herzen), Schock und hohe Letalität (Sterblichkeit)

Die klinische Trennung zwischen renalem und pulmonalem Syndrom ist nicht absolut. Auch bei europäischen Hantavirus-Infektionen können pulmonale Manifestationen (Krankheitszeichen der Lunge) auftreten, während bei Neuwelt-Hantaviren auch extrakardiale (außerhalb des Herzens gelegene) und extrakardiopulmonale Manifestationen (außerhalb von Herz und Lunge gelegene Krankheitszeichen) beschrieben sind [1].

Synonyme und ICD-10

Synonyme:

  • Hantavirus-Erkrankung
  • Hantavirus-Infektion
  • Hantavirose
  • Hämorrhagisches Fieber mit renalem Syndrom (HFRS)
  • Nephropathia epidemica
  • Hantavirus-pulmonales Syndrom (HPS)
  • Hantavirus-kardiopulmonales Syndrom (HCPS)

ICD-10-GM:

  • A98.5 Hämorrhagisches Fieber mit renalem Syndrom
    • Einschließlich Hantavirus-Krankheit mit renaler Beteiligung

Wichtige Hantavirus-Typen

Die nachfolgende Einteilung ist klinisch-pragmatisch und orientiert sich an humanmedizinisch relevanten Virustypen, Hauptreservoiren, geographischer Verbreitung und typischem Krankheitsbild.

Alte-Welt-Hantaviren – vorwiegend HFRS/Nephropathia epidemica

  • Hantaan-Virus (HTNV)
    • Vorkommen: Ostasien, insbesondere China, Korea und angrenzende Regionen
    • Reservoir: Brandmaus beziehungsweise verwandte Apodemus-Arten
    • Klinisches Bild: häufig schwereres HFRS
    • Letalität: je nach Versorgungslage und Ausbruchskontext variabel; höher als bei Puumala-Virus-Infektion [1, 4]
  • Dobrava-Belgrad-Virus (DOBV)
    • Vorkommen: Europa, insbesondere Mittel-/Osteuropa und Balkanregion
    • Reservoir: je nach Genotyp (Erbanlagentyp) Brandmaus, Gelbhalsmaus oder weitere Apodemus-Arten
    • Klinisches Bild: HFRS; Schweregrad abhängig vom Genotyp
    • Hinweis: Dobrava-Belgrad-Virus-Infektionen können schwerer verlaufen als Puumala-Virus-Infektionen [1, 3, 4]
  • Puumala-Virus (PUUV)
    • Vorkommen: Nord-, West- und Mitteleuropa, Russland; in Deutschland endemische Regionen (Gebiete mit dauerhaftem Vorkommen) unter anderem Süd-/Westdeutschland, Schwäbische Alb, Bayerischer Wald, Odenwald, Münsterland und weitere Regionen mit geeigneten Rötelmauspopulationen
    • Reservoir: Rötelmaus (Myodes glareolus)
    • Klinisches Bild: Nephropathia epidemica, meist mildere Form des HFRS
    • Letalität: sehr niedrig; in europäischen Übersichten etwa unter 0,1-0,4 % beziehungsweise unter 1 %, abhängig von Datenquelle und Falldefinition [3, 5]
  • Seoul-Virus (SEOV)
    • Vorkommen: weltweit möglich durch Rattenpopulationen und Heimtierratten
    • Reservoir: Wanderratte und Hausratte
    • Klinisches Bild: meist mildes bis moderates HFRS, selten schwere Verläufe
    • Besonderheit: Fälle können auch außerhalb klassischer Endemiegebiete (Gebiete mit dauerhaftem Vorkommen einer Erkrankung) auftreten, insbesondere bei Rattenkontakt [1, 4]
  • Tula-Virus (TULV)
    • Vorkommen: Europa, auch Deutschland
    • Reservoir: Feldmaus und verwandte Microtus-Arten
    • Klinisches Bild: seltene humane Erkrankungen; nicht mehr als strikt nicht pathogen (krankheitsauslösend) einzuordnen
    • Hinweis: In Deutschland wurde Tula-Virus molekular (auf Erbgutebene) als Ursache einer Hantavirus-Erkrankung bei einem immunkompetenten Patienten (Patienten mit funktionierendem Immunsystem) nachgewiesen [6]

Neuwelt-Hantaviren – vorwiegend HPS/HCPS

  • Sin-Nombre-Virus (SNV)
    • Vorkommen: Nordamerika
    • Reservoir: Hirschmaus (Peromyscus maniculatus)
    • Klinisches Bild: Hantavirus-pulmonales beziehungsweise Hantavirus-kardiopulmonales Syndrom
    • Letalität: in US-amerikanischen Surveillance-Daten (Meldedaten) etwa 35 %; bei HPS/HCPS werden in Übersichten Werte um 35-40 % angegeben [1, 7]
  • Andes-Virus (ANDV)
    • Vorkommen: Südamerika, insbesondere Chile und Argentinien
    • Reservoir: Langschwanz-Zwergreisratte (Oligoryzomys longicaudatus) und verwandte Oligoryzomys-Arten
    • Klinisches Bild: Hantavirus-pulmonales beziehungsweise Hantavirus-kardiopulmonales Syndrom
    • Letalität: etwa 35-40 %, abhängig von Ausbruch, Versorgung und Falldefinition [1, 7]
    • Besonderheit: Andes-Virus ist das wichtigste Hantavirus, bei dem eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung bei engem Kontakt beschrieben ist [1, 7]

Formen der Erkrankung

Das Hantavirus verursacht unterschiedliche Krankheitsbilder, abhängig von Virustyp, Reservoirwirt, geographischer Region, Infektionsdosis (aufgenommene Erregermenge) und Wirtsfaktoren.

  • Hämorrhagisches Fieber mit renalem Syndrom (HFRS)
    • Leitsyndrom bei vielen Alte-Welt-Hantaviren
    • Häufige klinische Merkmale
      • Fieber
      • Kopf-, Rücken-, Bauch- und Gliederschmerzen
      • Thrombozytopenie
      • Proteinurie
      • Mikrohämaturie
      • Akute Nierenfunktionsstörung bis akutes Nierenversagen
    • In Europa ist die mildere Form durch Puumala-Virus als Nephropathia epidemica bedeutsam [1, 3, 5]
  • Hantavirus-pulmonales beziehungsweise Hantavirus-kardiopulmonales Syndrom (HPS/HCPS)
    • Leitsyndrom bei vielen Neuwelt-Hantaviren
    • Häufige klinische Merkmale
      • Fieberhafter Prodromalbeginn (Beginn mit Vorzeichen)
      • Myalgien
      • Gastrointestinale Beschwerden (Magen-Darm-Beschwerden)
      • Rasch progrediente Dyspnoe (rasch fortschreitende Atemnot)
      • Nichtkardiogenes Lungenödem
      • Hypoxämie (Sauerstoffmangel im Blut)
      • Schock
    • Die Letalität ist deutlich höher als bei Puumala-Virus-assoziierter Nephropathia epidemica [1, 7]
  • Asymptomatische oder oligosymptomatische Infektion
    • Besonders bei Puumala-Virus-Infektion möglich
    • Seroprävalenzdaten (Daten zur Häufigkeit von Antikörpern im Blut) sprechen dafür, dass ein erheblicher Anteil der Infektionen nicht klinisch diagnostiziert wird [5]

Epidemiologie

  • Geschlechterverhältnis
    • Männer sind häufiger betroffen als Frauen
    • Dies wird vor allem durch Expositionsunterschiede (Unterschiede im Kontakt mit einer möglichen Ansteckungsquelle) erklärt, etwa berufliche oder freizeitbezogene Tätigkeiten mit Kontakt zu kontaminiertem Staub, Holz, Schuppen, Kellern, Gartenbereichen oder Waldumgebung [2, 3]
  • Häufigkeitsgipfel
    • Die Erkrankung betrifft überwiegend Erwachsene
    • Kinder erkranken deutlich seltener
    • In Deutschland liegen viele Erkrankungen im Erwachsenenalter, häufig im mittleren Lebensalter [2]
  • Prävalenz (Krankheitshäufigkeit)
    • Die Seroprävalenz ist regional unterschiedlich und abhängig von Endemiegebiet, Reservoirdichte, Nagetierdurchseuchung, Exposition und Teststrategie
    • Eine allgemeine bundesweite Prävalenzangabe (Häufigkeitsangabe) ist klinisch wenig aussagekräftig
  • Inzidenz (Häufigkeit von Neuerkrankungen)
    • Die Zahl gemeldeter Hantavirus-Erkrankungen schwankt in Deutschland erheblich von Jahr zu Jahr
    • Schwankungen hängen insbesondere mit Reservoirpopulationen, Buchenmastjahren, Klima, regionaler Exposition und menschlichem Verhalten zusammen [2, 3]
    • Historische Einzeljahre dürfen nicht als aktuelle Regel-Inzidenz (Neuerkrankungshäufigkeit) verwendet werden
  • Saisonale Häufung
    • Hantavirus-Infektionen können ganzjährig auftreten
    • In Deutschland werden die meisten Erkrankungen typischerweise von April bis September beobachtet [2]
    • Häufungen treten besonders nach Jahren mit hoher Nagetierpopulation auf [2, 3]

Infektionsepidemiologie

  • Erreger
    • Humanpathogene Orthohantaviren
    • In Deutschland vor allem Puumala-Virus und Dobrava-Belgrad-Virus, seltener Tula-Virus und Seoul-Virus [2, 6]
  • Erregerreservoir
    • Infizierte Nagetiere
    • In Deutschland insbesondere
      • Rötelmaus für Puumala-Virus
      • Brandmaus für Dobrava-Belgrad-Virus, Genotyp Kurkino
      • Feldmaus für Tula-Virus
      • Ratten für Seoul-Virus
  • Vorkommen
    • Hantaviren sind weltweit verbreitet
    • Die geographische Verteilung einzelner Virustypen folgt im Wesentlichen der Verbreitung ihrer Reservoirwirte [3]
  • Mensch-zu-Mensch-Übertragung
    • Für die meisten Hantaviren ist eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung nicht typisch
    • Eine seltene Mensch-zu-Mensch-Übertragung ist vor allem für Andes-Virus bei engem Kontakt beschrieben [1, 7]
  • Kontagiosität
    • Die Kontagiosität (Ansteckungsfähigkeit) von Mensch zu Mensch ist insgesamt niedrig
    • Epidemiologisch relevant ist vor allem die indirekte Übertragung über infektiöse Nagetierausscheidungen [2, 3]
  • Übertragungsweg
    • Einatmen aerosolierter Viruspartikel (fein verteilter Viruspartikel in der Luft) aus getrocknetem Urin, Kot oder Speichel infizierter Nagetiere
    • Direkter Kontakt mit kontaminierten Materialien
    • Eintritt über verletzte Haut oder Schleimhäute möglich
    • Selten Übertragung durch Nagetierbiss
    • Infektionsrisiko besteht besonders beim Reinigen schlecht gelüfteter, staubiger Räume mit Nagetierbefall, bei Holzarbeiten, Gartenarbeiten, Waldarbeiten, Landwirtschaft und Kontakt zu Heimtierratten [2, 3]
  • Eintrittspforte
    • Vor allem Atemwege
    • Zusätzlich Schleimhäute oder verletzte Haut bei direktem Kontakt mit kontaminiertem Material
  • Inkubationszeit
    • Meist 2-4 Wochen
    • Mögliche Spannweite etwa 5-60 Tage beziehungsweise bis zu 8 Wochen, abhängig von Virustyp und Quelle [2, 3, 7]
  • Krankheitsdauer
    • Abhängig von Syndrom und Schweregrad
    • Milde Verläufe können innerhalb weniger Tage bis Wochen abklingen
    • Bei akuter Nierenbeteiligung oder pulmonaler Beteiligung sind stationäre Verläufe über mehrere Wochen möglich
    • Die Rekonvaleszenz (Erholungsphase) kann Wochen bis Monate dauern, insbesondere nach schwerer akuter Nierenschädigung oder HPS/HCPS [1, 5, 7]
  • Dauer der Infektiosität
    • Infizierte Nagetiere entwickeln meist eine persistierende Infektion (dauerhaft bestehende Infektion) und scheiden das Virus über Speichel, Urin und Kot über lange Zeit aus
    • Für Patienten ist eine relevante Weitergabe an andere Menschen bei den in Europa üblichen Hantaviren nicht zu erwarten [3]
    • Ausnahme: Andes-Virus mit selten dokumentierter Mensch-zu-Mensch-Übertragung bei engem Kontakt [1, 7]

Verlauf und Prognose

Verlauf

  • Renale Manifestationen
    • HFRS beziehungsweise Nephropathia epidemica kann zu akuter tubulointerstitieller Nephritis (akuter Entzündung des Nierengewebes und der Nierenkanälchen), Proteinurie, Mikrohämaturie und akuter Nierenschädigung führen
    • In schweren Fällen kann eine vorübergehende Dialysepflichtigkeit (Notwendigkeit einer Blutwäsche) auftreten
    • Bei Puumala-Virus-Infektion ist die Prognose der Nierenfunktion meist günstig, eine vollständige Erholung kann jedoch Wochen bis Monate dauern [5]
  • Pulmonale Manifestationen
    • HPS/HCPS ist durch eine rasche Kapillarleck-Symptomatik (Beschwerden durch Austritt von Flüssigkeit aus kleinsten Blutgefäßen) mit nichtkardiogenem Lungenödem, Hypoxämie und Kreislaufversagen gekennzeichnet
    • Der Übergang von prodromalen Beschwerden zu respiratorischer Dekompensation (Entgleisung der Atmung) kann rasch erfolgen [1, 7]
  • Hämorrhagische Manifestationen
    • Thrombozytopenie ist häufig
    • Klinisch relevante Blutungen sind abhängig vom Virustyp und Schweregrad
    • Schwere hämorrhagische Verläufe sind bei Puumala-Virus-Infektion in Mitteleuropa selten [3, 5]
  • Schweregrad
    • Der Verlauf variiert stark nach Virustyp
    • Weitere Einflussfaktoren sind Alter, Komorbiditäten (Begleiterkrankungen), Expositionsdosis, Zeitpunkt der Diagnosestellung, Flüssigkeitsmanagement und intensivmedizinische Versorgung [1]

Prognose

  • Puumala-Virus
    • Meist günstige Prognose
    • Letalität sehr niedrig; etwa unter 0,1-0,4 % beziehungsweise unter 1 %, abhängig von Datenquelle und Falldefinition [3, 5]
    • Rekonvaleszenz kann prolongiert (verlängert) sein
  • Dobrava-Belgrad-Virus und Hantaan-Virus
    • Potenziell schwerere HFRS-Verläufe
    • Höhere Letalität als bei Puumala-Virus-Infektion, abhängig von Genotyp, Region und Versorgungsstruktur [1, 4]
  • Seoul-Virus
    • Meist mildes bis moderates HFRS
    • Schwere Verläufe möglich, aber seltener als bei klassischen schweren HFRS-Formen [1, 4]
  • Sin-Nombre-Virus und Andes-Virus
    • HPS/HCPS mit hoher Letalität
    • Letalität etwa 35-40 %, abhängig von Ausbruch, Region, Falldefinition und intensivmedizinischer Versorgung [1, 7]
  • Langzeitfolgen
    • Nach Puumala-Virus-Infektion ist eine vollständige Erholung häufig
    • Länger anhaltende Beschwerden, verzögerte Erholung der Nierenfunktion, Hypertonie (Bluthochdruck), Proteinurie oder seltene immunologische (das Immunsystem betreffende) beziehungsweise neurologische Komplikationen (das Nervensystem betreffende Folgeerkrankungen) sind beschrieben, aber nicht der Regelfall [3, 5]
    • Nach schwerem HPS/HCPS können prolongierte Leistungsminderung und organbezogene Folgezustände auftreten [1, 7]

Meldepflicht

In Deutschland besteht eine namentliche Meldepflicht nach Infektionsschutzgesetz.

  • Gemäß § 6 Infektionsschutzgesetz
    • Krankheitsverdacht, Erkrankung und Tod in Bezug auf virusbedingtes hämorrhagisches Fieber sind meldepflichtig
  • Gemäß § 7 Infektionsschutzgesetz
    • Der direkte oder indirekte Nachweis von Hantaviren ist meldepflichtig, soweit der Nachweis auf eine akute Infektion hinweist

Die Meldung muss an das zuständige Gesundheitsamt erfolgen [2, 8].

Literatur

  1. Vial PA, Ferrés M, Vial C, Klingström J, Ahlm C, López R et al.: Hantavirus in humans: a review of clinical aspects and management. Lancet Infect Dis. 2023;23(9):e371-e382. https://doi.org/10.1016/S1473-3099(23)00128-7
  2. Robert Koch-Institut. RKI-Ratgeber: Hantavirus-Erkrankung. Aktualisierte Fassung vom 13.11.2020. https://www.rki.de/DE/Aktuelles/Publikationen/RKI-Ratgeber/Ratgeber/Ratgeber_Hantaviren.html
  3. European Centre for Disease Prevention and Control. Disease information about hantavirus. https://www.ecdc.europa.eu/en/hantavirus-infection/facts
  4. Sehgal A, Mehta S, Sahay K, Martynova E, Rizvanov A, Baranwal M et al.: Hemorrhagic Fever with Renal Syndrome in Asia: History, Pathogenesis, Diagnosis, Treatment, and Prevention. Viruses. 2023;15(2):561. https://doi.org/10.3390/v15020561
  5. Vaheri A, Smura T, Vauhkonen H, Hepojoki J, Sironen T, Strandin T et al.: Puumala Hantavirus Infections Show Extensive Variation in Clinical Outcome. Viruses. 2023;15(3):805. https://doi.org/10.3390/v15030805
  6. Hofmann J, Kramer S, Herrlinger KR, Jeske K, Kuhns M, Weiss S, et al. Tula Virus as Causative Agent of Hantavirus Disease in Immunocompetent Person, Germany. Emerg Infect Dis. 2021;27(4):1234-1237. https://doi.org/10.3201/eid2704.203996
  7. Centers for Disease Control and Prevention. About Hantavirus. Updated May 13, 2024. https://www.cdc.gov/hantavirus/about/index.html
  8. Robert Koch-Institut. Falldefinition: Hantavirus-Erkrankung. https://www.rki.de/DE/Themen/Infektionskrankheiten/Meldewesen/Falldefinitionen/Downloads/Hantavirus.html